20.5.15

MeMadeMittwoch am 20.5.2015 im Blaubeerkleid


Heute trage ich ein zweites Kleid nach dem Wickelkleidschnitt von letzter Woche. Ich habe so eine Ahnung, das könnte mein Sommerschnitt 2015 werden...


Dieses ist aus Webstoff ohne Elasthan und sitzt evt. etwas straffer, passt aber immer noch. Ich muss hier schon irgendeine Ausschnittsicherung anbringen, wenn ich aus dem Haus gehe, aber was solls.




Hach, der Stoff ist so schön! Er wurde dankenswerter Weise von einer netten Dame aus Berlin für mich mitorganisiert.




Für draussen wäre es so zu kalt heute, aber im Haus ist es ja warm.


Geändert habe ich wie beim ersten Kleid auch die Rocklänge, da habe ich etwa eine handbreit zugegeben. Ausserdem habe ich Taschen reingenäht, die finde ich schlecht verzichtbar.


Alle anderen selbstbeschneiderten Damen wie jeden Mittwoch auf dem MMM-Blog



13.5.15

Wickelkleid-Motto-MMM am 13.5.2015


Herzlich willkommen zu unserem Wickelkleid-MeMadeMittwoch! 

Ich zeige Euch mein neuestes Lieblingskleid, ein echtes Wickelkleid aus Webstoff, wir spezifizieren heute ja ganz genau.
Kurz vorweg: Ich finde es ziemlich gelungen, sowohl den Schnitt als auch die Umsetzung mit dem Punktestoff. Der Schnitt ist aus der April Knipmode bzw. aus der aktuellen Fashion Style. Der Stoff ist ein Schätzchen aus dem Betty Barclay Outlet, eine nicht zu dicke BW-Gabardine mit viel Stretch, das macht die Sache natürlich recht bequem.


Schon beim ersten Durchblättern des Heftes war ich sehr verliebt in den Schnitt, Nina hat ihn dann zuerst genäht und mich weiter überzeugt, er ist wirklich gut.


Was macht einen Wickelkleidschnitt denn gut? 
Ich habe schon viele Wickelkleider und Fakewickelkleider (also solche, bei denen der Rock ein normaler Rock ist, hier wird also garnicht gebunden) genäht, aus Jersey und aus Webstoff. Ich liebe diese Schnittform, weil mir der Ausschnitt so gut gefällt. Gefühlt haben eher wenige meiner Kleider einen anderen Ausschnitt.

---> Ganz unten verlinke ich noch weitere Wickelkleider aus meinem Schrank

Wickelkleidschnitte sind nicht ganz unproblematisch. Ein Problem, vielleicht das nervigste, ist der Ausschnitt bzw. die Passform des Oberteils. Passt der oder die nicht genau auf die Oberweite, klappt die Überlappung nicht, meistens klafft es dann auf. Ist es zu eng, geht es garnicht erst weit genug übereinander, dann geht der Ausschnitt zu weit runter bzw. die Oberweite drückt die beiden Teile zu den Seiten: Es klafft. 
Falls das der  Fall ist kann man meist kaum noch etwas tun, ausser die Öffnung mit einer hübschen Brosche oder von innen mit einer Sicherheitsnadel zu fixieren. Wobei das durchaus eine gangbare Maßnahme ist, finde ich.
Grundsätzlich sind hier Fakewickelkleider etwas unproblematischer, sie haben zwar den überlappenden Ausschnitt, aber den kann man gut im optimalen Zustand fixieren. Ich muss bei meinen Jerseywickeloberteilen z.B. immer die Zipfel ein gutes Stück weiter runterziehen beim Annähen an das untere Teil, dann sitzt es besser. 
Wichtig wäre also für den Schnitt, daß er überhaupt eine gute Möglichkeit der Anpassung bietet, z.B. durch Prinzessnähte wie hier bei diesem.
Auch nähe ich gerne solche mit einer Kräuselung an der Schulter, da bekommt man dann die Mehrweite für den Busen her, das kann man auch gut dosieren.


Die schrägen Kanten der meisten Wickelkleidoberteile, egal ob Webstoff oder Jersey, sind anfällig für Dehnungen während dem Nähen, das ist noch eine Ursache, weshalb der Ausschnitt gerne aufklafft. Hier sollte man also unbedingt verhindern, daß es sich ausdehnt, evt. kann man die Kante sogar ein bisschen einhalten beim Annähen des Belegs oder was auch immer dort angenäht wird zum Säumen.
Bei diesem Kleid gibt es ein angeschnittenes Kragenteil und deswegen einen sehr breiten Beleg, die vordere Kante ist damit (und eben dem Kragen) vergleichsweise stabil.




Ein Wickelkleid wird nur an einer Stelle verschlossen, und zwar klassischerweise in der Taille mit einem Band. Alle anderen Teile müssen sich anhand dieses einen schmalen Haltepunktes so ausrichten, daß es sitzt.
Was mir bei diesem Kleid sehr positiv ausfällt ist die Länge der Bindebänder. Sie sind viel länger als ich es sonst kenne, sie gehen gut eineinhalb mal um die Taille herum (man bindet die Bänder nach hinten, dann vorne ganz herum und knotet wieder hinten zusammen oder bindet eine Schleife). Dadurch hat man ein recht breites Befestigungselement. Ich musste hier noch nie nachziehen oder neu knoten oder so, daß muss ich sonst eigentlich immer mal über Tag. Den Trick werde ich mir für andere Schnitte merken.


Eigentlich trage ich lieber Fakewickelkleider als echte, denn bei meinem energischen Gang klaffen sonst die Rockteile so gerne auseinander. Auch beim Fahrrad fahren ist es nicht so praktisch.
Bei diesem Modell hatte ich aber noch keine großen Probleme, mit Leggings drunter steht man zudem nicht mehr so ganz im Freien, wenn es doch passiert.
Hier ist recht viel Rockweite in Falten gelegt, das hält etwas besser "zu".
Natürlich haben Wickelkleider auch Vorteile, sonst wären sie ja nicht so beliebt. Z.B. passen sie sich verändernden Körpermitten ganz gut an, z.B. könnte man so ein Kleid noch ein gutes Stück in die Schwangerschaft rein tragen. Auch kneifen kann so ein Kleid nicht, man bindet in dem Falle einfach etwas lockerer, schon spannt nichts mehr, eigentlich ideal.
Viele Vintagehauskleidschnitte sind Wickelkleider, einfach reinschlüpfen und zubinden, schon geht es zum Frühstück, aber bitte stilvoll!
Ich habe übrigens einen Konzertwickelrock aus Dupionseide, den habe ich schon zu Schulzeiten genäht und trage ihn immer noch.


Übrigens stehe ich auf dem Landesgartenschaugelände, Ende April wurde sie endlich eröffnet. Wir waren schon oft dort und finden es sehr schön. Bisschen Werbung: LGS Landau, noch bis Oktober 2015.


Und hier nochmal das Schnittbild, geändert habe ich die Schulterbreite, trotz Anpassung vor dem Zuschnitt musste ich hier ein Stück wegnehmen. Und dank Ninas Hinweis habe ich eine gute Handbreit am Saum zugegeben, allerdings kann ich nicht mehr nachvollziehen was ich davon wieder "weggesäumt" habe.


Und wieder zuhause

Diese Wickel-Schnitte habe ich u.a. auch noch genäht:

Vogue 1027 (beliebtes Fakewickel)








Alle anderen, ob mit Wickelkleid oder ohne, wie gewohnt auf dem MMM-Blog. Ich hoffe dieses "Spezial" hat Euch gefallen und war ein bisschen informativ. 
Ganz liebe Grüße von Katharina



7.5.15

Der String-Quilt


Schon eine Weile ist er fertig, der erste Quilt 2015. Am Anfang war ich so schnell, daß ich dachte, das werden dieses Jahr bestimmt ein paar neue Decken, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.
Aber diese ist jedenfalls fertig und wird im Moment vor allem für den Kleinsten benutzt, der sitzt darauf, umgeben von Kissen zum Auffangen, falls er umkippt.



Eigentlich ist die Decke für den Ältesten genäht, der wird sie sicher auch bald mit auf sein Bett nehmen.
Gequiltet habe ich mit der Maschine, in durchgehenden diagonalen Linien, das kann man glaub ich gut erkennen. Die Rückseite ist die Fleeceinnenseite, er hat keine Stoffrückseite bekommen, das wollte Leopold so.
Schön bunt!


Die ersten beiden Posts zu seiner Entstehung findet ihr hier und hier






22.4.15

MeMadeMittwoch am 22.4.2015


Wie schon vermutet trägt so ein ordnender Post sehr zur Motivation bei. Der erste Plan stand ja sozusagen schon vorher fest, ein auberginefarbenes Vogue 1027 war schon lange mein Wunsch und der Stoff auch schon im Schrank. Dazu trage ich ein paar meiner selbstgenähten Leggings, die ich mehr liebe als gekaufte, weil sie in der Taille nicht rutschen. Und neue Birkenstock Madrid an den Füssen, wie so ne Fashion Bloggerin... Haha! Ich fand, ich brauche was für diese Jahreszeit, was schnell an- und ausgezogen ist, womit man gut Garten laufen kann, was nicht die total ugly Plastik-Gartenschuhe sind, und was man aber auch im Haus noch tragen kann. 
Dazu muss man wissen ich HASSE Hausschuhe! Ich trage nie welche, höchstens warme Socken. Und das geht im Sommer Frühling eher nicht mehr.
Ich habe mich bei den Schuhen für welche mit Lederriemen entschieden und versuche nun irgendwie um Blasen und blaue Flecken (echt!) rumzukommen. Heute morgen habe ich schon mit einer Nagelfeile die schlimmsten Kanten entschärft, aber ganz perfekt aka spaziergangtauglich ist es noch nicht.


Zurück zum Kleid, den Schnitt habe ich schon zweimal genäht. Eigentlich trage ich die sehr gerne, aber Modell 1 ist zu groß und Modell 2 landete mal ungeplant in einer Hotelwaschmaschine und taugt seitdem nicht mehr für ausser Haus (schluchz!). Ein neues war dringend angesagt.
Irgendwie scheue ich mich bei diesem Schnitt aber vor dem Zuschneiden der großen Rockteile (ich scheue mich immer vor Teilen die nicht auf die Zuschneidematte passen. Vielleicht sollte ich da mal ein Update machen?) 
Ansonsten ist der Schnitt ziemlich schnell genäht, das fummeligste sind die Falten, die kommen gleich als allererstes. Danach setzt man nur noch zusammen.



Notiz an mich: Nie wieder aus Faulheit keine Taschen drannähen! In diesem Schnitt sind sie sogar vorgesehen und meine beiden anderen Modelle haben sie auch. Nur in einigen anderen Kleidern habe ich aus Zeitersparnis darauf verzichtet um mich schon bei der ersten Anprobe wieder darüber zu ärgern keine zu haben.


Die Lösung mit dem eingenähten Gürtelband hatte ich bei Modell 1 angezweifelt und bei Modell 2 anders gemacht, da ist der Gürtel separat. Das sieht aber auch nicht toller aus, da sitzt der nämlich nie über der Taillennaht. Also habe ich es hier wieder so gemacht wie es der Schnitt vorsieht. Allerdings habe ich den Gürtel gekürzt und unter leichtem Zug angenäht, so sitzt die Taille insgesamt besser.


Am Ausschnitt habe ich einen Beleg zum Verstürzen genommen, den habe ich auch unter Zug angenäht. Evt. war das etwas zuviel, er wirft im unteren Bereich leichte Falten. Ich könnte mir aber vorstellen, daß sich das beim Tragen bald gibt. Viskosejersey ist Viskosejersey und gibt leider im Laufe der Zeit nach... Allerdings habe ich hier eine schöne Qualität, nicht garzu flutschig.

Und jetzt noch schnell zu den anderen auf den MMM-Blog mit einem großen Danke an Susi fürs schnelle und unkomplizierte Einspringen!

18.4.15

Nähpläne

Stellt Euch mal vor, es gäbe kleine Heinzelmännchen, die einem heimlich nachts die Stoffe zuschneiden und neben die Nähmaschine legen... DAS wäre ein Traum! Nicht nur würde einem die lästige Zuschneiderei erspart, es hätte auch noch einen weiteren Vorteil: Man müsste nicht dauernd überlegen was man als nächstes Nähen soll.
Nun ist es zur Zeit nicht so, daß ich stundenlang däumchendrehend im Nähzimmer sitze und mir das Hirn zermartere auf was ich so Lust hätte, schön wärs.
Aber ich bin ein gutes Stück unstrukturiert, nähe oft Kleinigkeiten und schnelle Sachen (Neben sofort nötigen Klamöttchen und Windeln (anderes Thema, poste ich auch mal zu) für Konstantin auch Küchenhandtücher, Tischdecken und Lätzchen,... hust, tja! Einfach um ein schnelles Erfolgserlebnis zu haben und weil mir in den kleinen Zeitfenstern, in denen ich zum Nähen komme oft die Motivation fehlt, irgendein Großprojekt anzugehen.

Dabei bräuchte ich dringend eine Aufstockung meiner Frühjahrsgarderobe. Ja, so blöd es klingt, die meisten meiner Frühlings- und Sommerkleider kann ich im Moment (noch) nicht anziehen, so ist das halt, ist ja nicht weiter schlimm, ich nähe ja auch gerne was Neues!

Neben konkreten Vorhaben fallen mir in unregelmässigen Abständen Schnitte in die Hände die ich toll finde und bei jedem Öffnen der Stoffschränke finde ich wunderbare Sommerstoffe, die unbedingt vernäht werden möchten. Unstrukturiert ist hier vor allem die passende Stoffmengen/Schnittkombination. Nicht alle Stoffe, die ich für ein Projekt passend finde, sind in der entsprechenden Menge da. Deswegen dachte ich, ich versuche mal in einem Pläne-Post ein wenig Licht ins dunkel zu bringen. Ganz streng werde ich mich bestimmt nicht nach jetzt gefassten Plänen richten, aber ein bisschen Zuordnung von Stoffmöglichkeiten zu bestimmten Schnitten, ein bisschen Bedarfsanalyse, vielleicht habt ihr ja auch Tipps was am Besten passen könnte, so in etwa halt.

Was brauche ich überhaupt, oder besser, auf was habe ich Lust?
Grundsätzlich nachwievor stilltaugliche Kleider, also mit Wickelausschnitt oder Knopfleiste, wie gehabt. Zuhause, und ich bin bis Sommer ja meist zuhause, trage ich am liebsten Jerseykleider, wobei ich bei sommerlichen Temperaturen auch gerne ärmellose Webstoffkleider trage.

Einen Anlass gibt es für den ich ein schickeres Outfit brauchen könnte, nämlich Konstantins Taufe, die ist allerdings erst im Juni. Ich dachte da an ein Kleid und die Kostümjacke aus Gerties Buch.

Ich habe zwei Frühjahrsjacken, den bestickten Mantel und die rote Lady Grey-Jacke, beide trage ich sehr gerne, mir wäre sehr danach noch ein Teil in der Länge von der Lady Grey zu haben.

Eigentlich wollte ich mir für die Gartenarbeit eine Latzhose nähen.

Ausserdem noch ein paar Kleinigkeiten wie Leggings und ein Unterkleid, evt. Unterwäsche. Da drum geht es hier aber nicht.

Für manche Projekte müsste/könnte ich noch Stoffe kaufen.

Die Stoffe

Ich habe mal alles was mir für sommerliche Kleider im Moment infrage kommt herausgeholt und vermessen, so kann ich auf einen Blick sehen, ob ein Stoff für Schnitt soundso taugt. Netterweise passen fast alle Stoffe toll zueinander. Was aber Wurscht ist, ich habe ja immer nur ein Kleid an. Ausser in Bezug auf die Jacken, die sollten zu mehreren Kleidern passen. 
Alle Stoffe sind schon gewaschen, die Längen sind also endgültig.

Bild 1 von oben nach unten:
Leichter Jeans-Stoff, also Jeanshemdstoff. Für ein Kleid recht stabil aber geeignet, schönes Blau. Ich habe etwas Bammel vor dem Jeanslook.
2m x 1,45m

rotes Vichykaro reine BW, typische Vichykaroqualität
gute 3m x 1,55m

Blaubeerstoff aus BW vom Maybachufer, leicht popelinartige Qualität
2,9m mal gut 1,4m

BW von Stoff und Stil aus dem Sale, eher günstige Qualität,
hier hab ich mich wohl in der Menge vertan, der Stoff ist nur 1,07m breit
2,5m x 1,07m

Blümchenstoff vom Maybachufer, ähnlich popelinig wie die Blaubeeren
knapp 2m x 1,4m

Libertystoff, ein echtes Streichelschätzchen...allerdings sehr rosa.
feine BW, eher Batist
2,5m x 1,3m

       

2. Bild, von oben nach unten:
Hosen- oder Jackenstoff aus BW-Stretch in taupe. Irgendwie das einzige was ich für eine Latzhose dahätte. Der Stoff würde aber auch ein schöne (kurze) Jacke für den Herbst werden, hmmm...
gut 2m x 1,4m

Anzugstoff mit sehr feinen Webstreifen dunkelblau/weiss aus Leinen und Poly. Ich dachte, er taugt für ein Kleid, aber dafür ist zu anzugartig. Eben beim Ausmessen stelle ich erst fest, daß er nicht längs- sondern quergestreift ist, huch! 
2,17m x 1,5m

Gepunktete Baumwolle mit leichtem Stretch und leichtem Glanz, tolle Qualität
gut 2,6m x 1,45m

Viskosejersey in aubergine, 3m

Leichter BW-Batist mit tollem Blütendruck und lila Hintergrund.
2,6m x 1,4m




Die Schnitte:

1. Auf alle Fälle wollte ich noch ein Vogue 1027 nähen, und zwar aus dem auberginefarbenen Jersey. Da reichen 3m, das habe ich schon ausprobiert.
Leider habe ich sonst keine frühlingstauglichen Jerseys zur Hand, da wäre also evt. Nachschubbedarf.

2. In der letzten Knip (04/15) ist ein wie ich finde sehr schöner Wickelkleidschnitt drin. Da ich mit Knipschnitten immer gut fahre nehme ich das Angebot gerne an. es hat einen Kragen, ist ärmellos (was ja gut mit Strickjacke tragbar ist) und einen weiten in Falten gelegten Rock, ganz mein Ding.
(Wer jetzt oh und ah ruft, der müsste in der Maiausgabe der Style fashion auf deutsch enthalten sein)

2,5m Stoff will die Knip, hm, evt. lässt sich das mit Tricksen auch aus 2m rausquetschen. Es ist ein echtes Wickelkleid, zur Not kann man den Rock als Nichtwickel nähen, das spart schon ein gutes Stück.
Hier denke ich an den lilagrundigen mit dem großen Blumenmuster, der wäre schön weich fallend.
Jemand eine andere Idee?


3. Auch in dieser Knip ist ein Latzhosenschnitt drin (wie gut, daß ich kurz vor Erhalt des Heftes einen gekauft hatte, seufz...). Hier steht 2,10-2,15 in der Anleitung, das geht mit 2m, der taupefarbene wäre also ok. Aber soll ich den für so ein Arbeitsding verbraten??




4. Bei einem der letzten Vogue-Butterick-McCalls-Sales flog dieser schöne Schnitt zu mir Butterick 5598, ein ausgestelltes Kleid mit doppelter Knopfleiste und zwei Kragenlösungen (links ist der obere Teil ein Stehkragen). Der Schnitt ruft etwas nach stablieren Stoffen finde ich.

Hier wird 2 5/8 Yard Stoff gefordert, also gute gute 2m. Wahrscheinlich reichen 2 ;-)
Wegen der Knöpfe würde ich zu einem nicht zu wild gemusterten Stoff tendieren, am ehesten geht glaube ich der Jeans. Wäre auch gut zum Testen, da mir der Stoff nicht so sehr am Herzen liegt. Oder was meint ihr? Den gepunkteten


5. Schon ein Weile schleiche ich um das Shirtwaistdress aus dem Gertiebuch herum. Mich interessiert der Schnitt vor allem wegen der tollen Rückenpartie mit Gummizug und Gekräusel unter einer Rückenpasse. Ich finde auf dem Foto sind die Schultern überschnitten, das würde ich bei meinem Kleid natürlich nicht zulassen ;-)


Hier kann man die Rückansicht sehen. Die Variante mit den Tulpenärmeln ist natürlich auch hübsch.
Braucht evt. etwas flatterige Stoffe, denke ich.
Laut Anleitung braucht man hierfür 3m Stoff in normaler Breite. 
Daher kommen hier nur die größeren Stücke infrage, der rote Vichykaro und die Blaubeeren.



5. Für die Taufe stelle ich mir ein Kleid (einer der drei genannten Webstoffschnitte wahrscheinlich) mit einer halbwegs passenden Jacke vor, muss kein Kostüm sein, aber soll schon gut zusammen tragbar sein. Das berühmte Kostümjäckchen aus dem gleichen Buch wäre eine Idee, das wurde in unserer Bloggerszene schon oft genäht. Alternativ könnte ich mir als kurzes Jäckchen auch die von Vogue 8701 vorstellen, auch diese Jacke wurde hierzuland schon genäht. 
Für das Jäckchen kommt der fein gestreifte Anzugstoff infrage. Die Gertiejacke braucht 2m in normaler Breite, das passt also. Und welches Kleid dazu? Der Punktestoff würde ein sehr schickes Kleid ergeben, denke ich, aber welcher Schnitt?



6. In einer ihrer Schnittmusterparaden zeigte Constanze letzten Herbst diesen Mantel von Seekatesew, den Icon Coat. Ich fand ihn gleich ganz toll und musste neulich wieder daran denken (ein gutes Zeichen, wenn einem was nicht aus dem Kopf geht). Die Länge ist zwar ein bisschen seltsam zu Kleidern, aber da es bei Lady grey und meinem Regen-Anorak auch funktioniert könnte der Schnitt schon etwas für mich sein. Evt. würde ich ihn einen Tick länger machen, damit er nicht direkt auf der breitesten Stelle der Hüfte endet. Hier habe ich noch keine Stoffidee, ich habe einen ziemlich klassisch Glencheck-karierten Leinenstoff, aber schwarzweiss scheint mir nicht das richtige zu sein zu all diesen Blautönen da oben. Hier fehlt also ein Stoff.



Ganz schön viele Pläne. Ich sollte einfach mal eins der Kleider in Angriff nehmen, der Rest weist sich dann schon. 
Was wäre eine sichere Schnitt-Stoffwahl, mit was soll ich starten? Für Tipps bin ich als Motivationshilfe sehr dankbar!

8.4.15

Frühlingserwachen beim memademittwoch am 8.4.2015


Ihr seht mich heute vor einer riesigen Forsythienhecke, für mich einer der frühlingsboten schlechthin. Diese Woche soll es richtig warm werden, ach wie schön!


Für unser erstes memademotto habe ich mir ein Kleid mit Blümchen genäht. Blümchen? Wo sind denn da Blümchen? Werdet ihr jetzt denken.


In der Paspel! Allerdings sieht man sie wirklich kaum. Ich hab die Paspel selbstgemacht aus Fertigschrägband und Baumwollgarn. Da das Schrägband mit der Dehnung des Jerseys nicht ganz mitkommt, war ich schon etwas nervös, ob das System an der Taillennaht funktionieren würde. 
Wenn man vorsichtig reinschlüpft geht es aber ganz gut, ich hoffe das hält auch dem Dauereinsaz stand.


Der Schnitt ist einer meiner Lieblingschnitte aus der Knip, ich glaube aus 04/14, die Kleider nach diesem Schnitt trage ich mit am liebsten zur zeit.
Alle anderen frühlingserweckten treffen sich im Einstandspost von Monika auf dem MMM-Blog: http://memademittwoch.blogspot.de/2015/04/memademittwoch-motto-fruhlingserwachen.html

5.4.15

Frohe Ostern


Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern ein schönes Osterfest!
In letzter Minute habe ich noch drei Osterkörbchen genäht, ich wünschte solch kreative Eingebungen kämen nicht immer erst auf den letzten Drücker.
Heute genießen wir die Sonne wenn sie mal da ist, nächste Woche soll es hier richtig schön werden, endlich! 
Euch allen noch schöne Feiertage und eine schöne Ferienwoche, wer sie denn hat!

20.3.15

FJKA 2015: Zweiter Zwischenstand

Für diesen Post wollte ich unbedingt etwas vorzeigbares bei der blauen Jacke fertig haben. Aber das war langwieriger als gehofft. Also erstmal die Themen für heute:

"Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse"

Ja, genau, das trifft es ganz gut, bei der blauen Jacke war ich des Musters sehr müde geworden. Ich dachte die ganze Zeit nur daran, daß die Ärmel ja dann nur so flutschen würden, Perlmuster ist doch gefühlt glatt rechts gegen dieses Muster, was sich so garnicht auswendig stricken liess, noch nicht mal die linken Reihen. Nur wusste ich garnicht was mich erwartet, ich hatte noch nie Perlmutter auf größeren Flächen gestrickt, das dauert ja ewig! Dazu kam, daß ich den halben Ärmel gestrickt hatte, bis mir auffiel, daß er viel zu groß ist, also alles nochmal neu... er wurde und wurde nicht länger, als ob ich auf der Stelle strickte.
Wie ihr seht hab ich es schliesslich doch geschafft, noch zwei Zentimeter Bündchen und ich kann abketten.

Die eigentlich Frühlingsjacke ist die lilane, da habe ich das Rückenteil fertig gestellt und stricke jetzt das erste Vorderteil. Das geht tatsächlich schnell und die Wolle strickt sich wunderbar.



Damit reihe ich mich noch bei den anderen Nadelkünstlerinnen auf dem MMM-Blog ein, Danke an Wiebke und Susa!

18.3.15

MeMadeMittwoch am 18.3.2015

Mit diesem Beitrag führe ich heute die MMM-Riege an, wir lesen und aus dem MeMadeMittwoch-Blog!

Herzlich willkommen zum Frühlings... äh MeMadeMittwoch am 18.3.2015!
Ich bin Katharina und blogge unter Sewing addicted.


Hier in der Südpfalz ist es seit wenigen Tagen endlich wärmer geworden, die Natur spriesst noch zögerlich, aber unaufhaltsam hervor, hach, jedes Jahr ein Grund zum Aufatmen!
Endlich wieder ohne Jacke raus, das finde ich ganz wunderbar. Um nicht gar zu luftig angezogen zu sein, habe ich mir ein Mantelkleid, ein Coat dress genäht. Den Schnitt kennt ihr bestimmt, das ist letzte Modell aus Gertie Hirschs erstem Buch (die deutsche Ausgabe heisst Rockabella).


Schon nach meinem ersten Coat dress wollte ich unbedingt ein zweites. Das erste ist als Konzertkleid gedacht (leider passt es zur Zeit gar nicht, es saß von Anfang an etwas stramm) und ich fühlte mich so wohl darin, daß ich für alltags unbedingt auch eines haben wollte. Ich habe also hier und da nach passenden Stoffen Ausschau gehalten und auch ab und an einen bestellt. Aber irgendwie waren die dann als sie ankamen alle doch nicht so toll. Entweder zu dünn oder die Farbe war nicht so wie ich es gedacht hatte, was auch immer, manchmal klappt das ja nicht so mit den Internetbestellungen. Jedenfalls hatte ich dann einige Stücke in größerer Menge (3-4m) im Schrank für die ich irgendwie gar keine Verwendung hatte. Gut, aus vier Metern kann man auch gut zwei Kleider nähen, aber naja, das war ja nicht der Plan.


Als ich dann neulich meine Stoffvorräte mal wieder umschichtete auf der Suche nach etwas bestimmten, fiel mir zum wiederholten Male der rote Stoff, ein Leinenimitat, irgendwas mit Viskose, in die Hände. Die Farbe ist toll, ganz meins (wenn ich die Farbe sehe, kaufe ich sie sofort, große Stoffverarmungsangst in kirschrot. Dabei habe ich schon zwei Kleider und eine Jacke in dem Ton, die trage ich auch oft). Der Stoff hat eine leichte Struktur und einen guten Fall, eigentlich ist der doch garnicht so schlecht, warum hatte ich den für Coatdress-untauglich erklärt? Na egal, soll er halt jetzt vernäht werden.


Bei meinem ersten Coatdress hatte ich nicht nur mit den Tücken des Schnittes (über die nicht zueinanderpassenden Schnittteile wurde hie und da nach Erscheinen des Buches schon berichtet) sondern auch noch mit den Tücken meiner Abpausekunst und der damals noch mangelnden Anpassungskunst zu kämpfen.
Deswegen hatte ich den verwendeten Schnitt gleich danach schonmal umgestaltet, frei Schnauze. Was ich da gemacht habe, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen, irgendwie scheint der Kragen breiter und der Halsausschnitt weiter. Für die Ärmel habe ich gleich ein ganz neues Teil abgepaust.
Für das heutige Kleid habe ich diesen Schnitt dann noch der Prüfung durch meine Basisschnittteile unterzogen, dabei den Brustpunkt tiefer gelegt, die Schulter höher und die Taille mal sicherheitshalber weiter gemacht. Am Rücken nahm ich noch 2 cm weg und fertig.


Beim Zuschneiden stellte ich fest, daß es komischerweise in diesem Fall nur 3m Stoff waren. Damit die reichen, habe ich die Rockteile alle etwas zusammengelegen müssen, also Weite aus dem Saum genommen. Im Original ist das ein ganzer Teller, also tut das fast nicht weh. Danach hat es gerade so drauf gepasst, Taschen und Saumschrägband gab es aus anderen Stoff dazu. Die Knöpfe sind von einer aussortierten Jacke gerettet, eigentlich sind sie etwas zu dunkel, aber jetzt finde ich, das betont den Mantelcharakter ganz nett.



Bei den Nahaufnahmen ist die Kamera wohl von der tollen Farbe ganz überwältigt, es ist natürlich nicht pink.

Zu dem Buch wurde als es neu erschien einiges geschrieben, manche waren ziemlich erbost, daß die Schnitte so fehlerhaft konstruiert waren, auch sitzen die Modelle auf den Fotos an Gertie z.T. garnicht. Ich finde das schon auch schade, aber ich finde das Buch trotzdem sehr lohnend, fast unverzichtbar, wenn man auf Vintage-Look steht.
Von den enthaltenen Schnitten sind einige so toll, die findet man einfach nirgendwo sonst. Und wenn man solche als echte alte Schnitte entdecken würde wären sie nur in einer Größe und würden wahrscheinlich einzeln soviel kosten wie das ganze Buch. Die richtig coolen Vintage-Schnitte sind nämlich leider auch richtig teuer. Und Anleitungen hat man dann oft garkeine.
Soviel also dazu, klar hätte man sich einige Fehler durch sorgfältigeres Herausgeben sparen können, aber, sagen wir mal, das Buch ist halt leider nix für Anfänger. Ich möchte jedenfalls unbedingt demnächst mal die Kostümjacke nähen. Bei der war doch der Beleg zu schmal, gell?


Ich bin jetzt sehr glücklich mit dem Kleid, es ist sehr bequem und schick, der Stoff trägt sich wunderbar. Bei dem schönen Sonnenschein haben wir gestern nachmittag eine kleine Inspektionstour um das Gartenschaugelände gemacht. In meinem kleinen Provinzstädtchen wird nächsten Monat die Rheinland-Pfälzische Gartenschau eröffnet werden, dafür wurde ein ehemaliges französisches Kasernengebiet umgebaut. Mittlerweile darf man (natürlich) nicht mehr aufs Gelände, aber ein Radweg führt drumherum, da kann man schon einiges sehen. Z.B. den Aussichtsturm (das schiefe Ding rechts) und die Gartenschau-Kirche (guckt hier noch links ins Bild) und im Hintergrund Schrebergärten mit schwedisch anmutenden Holzhäuschen. Ich bin wirklich gespannt, noch sieht vieles recht kahl aus, aber der Frühling macht sich dort bestimmt auch bald breit!


Meine Güte ist der schief. Noch der Drehtest zuhause im Garten und dann ihr: