10.2.16

MeMadeMittwoch am 10.2.2016

-Dieser Post erscheint im Original auf dem MMM-Blog und wird der Vollständigkeit halber auch hier veröffentlicht-


Wie soll ich denn bei diesem usseligen Wetter ordentliche Blogfotos machen, kann mir das mal jemand verraten?


Regen, Regen, den ganzen Tag Regen... Ich war heute bzw. gestern schon draussen, kalt, nass und windig war es.


Am Besten ich gehe jetzt rein, hier draussen kann man wirklich nichts erkennen. Und eine Regenjacke ist es nicht, was ich Euch diesen Mittwoch zeigen wollte.


Herzlich Willkommen zum MeMadeMittwoch am Aschermittwoch. Ich heisse Katharina und blogge unter Sewing addicted.
Ich trage heute meinen neuen Mantel. Sehnlichst erwartet, ein Mantel aus hoffentlich-Wollstoff in irgendwie-schwarz.


Ich habe diesen Winter vor allem in meinem Butterick-Gertie-Mantel und meiner Peppernoot-Jacke verbracht. Beide sind toll, reichen aber irgendwie nicht für alle Lebenslagen aus. Der Gertiemantel ist warm und kuschelig, aber so weit, daß man nicht entspannt Fahrrad fahren kann (einhändig Fahrrad fahren damit die andere Hand die mächtige Saumweite zusammenraffen kann ist nicht entspannt, nein) und Peppernoot ist aus einem eher herbstlichen Stoff, will sagen zu dünn für ganz kalt. Ausserdem vermisste ich für manche Gelegenheiten etwas warmes schwarzes.

Bei einem Fabrikverkauf in Bühl habe ich letzten Herbst diesen tollen Wollstoff gekauft, er war erstaunlich günstig für die augenscheinlich gute Qualität (wobei ich garnicht sagen kann, ob es wirklich Wolle ist, fühlt sich aber so an). Ich wollte ihn am Liebsten sofort verarbeiten, habe aber eine Weile nach einem guten Schnitt gesucht.
Ich liebe große Krägen und mir schwebte etwas mit einem großen Kragen und/oder einer großen Kapuze vor. Peppernoot hat zwar die Kapuze, wird aber mit einem Reissverschluss geschlossen und fiel daher irgendwie weg, allerdings kam ich in Gedanken immer wieder zu dieser Form, schmal aber tailliert mit ausgestelltem Rock, das gefiel mir auch an anderen Frauen am Besten und würde am Besten zu meinen Kleidern passen.
Bei der Überlegung, welcher Schnitt am besten passen würde, muss man ja doch immer wieder zurückkommen auf das was überhaupt infrage kommt. Mir gefallen auch die neuen schmalen geraden Schnitte gut, an anderen Frauen jedenfalls. Weiter Mantel, schmal angezogene Beine drunter, sieht super aus. Passt aber überhaupt nicht auf Kleider mit weitem Rock und das ist einfach mein häufigstes Kleidungsstück. Also bitte nicht ablenken lassen.


Hier die Jacke ganz zugeknöpft. Und jetzt von der Seite:


Also was ist das denn nun für ein Schnitt? Ich habe bei meiner Suche eigentlich nur im Netz geschaut, meine Hefte wollte ich nicht durchblättern, warum auch immer. Irgendwann stiess ich durch die Bildersuche auf diesen Schnitt von wearing history, den Ahwahnee Blanket Coat. Laut Beschreibung ein Originalschnitt aus den 1930er Jahren, von der Shopbetreiberin in die gängigsten Größen gradiert. Also ein Mantel der theoretisch aus einer Decke geschneidert werden kann, ganz schön schlau, und das Titelmodell mit den Streifen ist ja auch wirklich nett.
(Das Foto von dem genähten Modell wiederum finde ich total scheusslich und wegen des wilden Musters nicht aussagekräftig. Ausserdem habe ich mich drei Tage gefragt, ob die Kapuze hinten offen ist wegen des weissen Flecks auf dem Foto dort. Irgendwann kam ich drauf, daß das der Halsstumpf (aus Styropor?) der Schneiderpuppe sein muss...)


Im Original (ich habe einiges geändert, aber lasst mich trotzdem kurz das Original beschreiben) wird Vorder- und Rückenteil an einem Stück im Bruch ausgeschnitten, ohne Seiten- oder Rückennaht. Es werden nur die Ärmel und die Kapuze eingesetzt (von den Taschen und dem Beleg mal abgesehen), die Taillierung wird durch einen Gürtel vorgenommen, wie einfach! Wenn man wirklich eine Decke nimmt, braucht man nichtmal säumen.
Fix ein Probeteil genäht, weil, ich ahnte es schon, sowas gerade geschnittenes einfach dreimal nicht zu weiblichen Formen passt, schade. Fazit: Ich brauche eine Menge mehr Weite ab der Hüfte und die nicht vorhandene Taillierung macht oberhalb des Gürtels leider keinen schönen Rücken...

Aber was mir sehr, sehr gefallen hat, war die Raglangeschichte samt der Kapuze und die asymmetrische Knopfleiste, also alles oberhalb der Brust, und das wollte ich ge-nau-so-ha-ben!!
Ich habe eine Nacht drüber geschlafen, dann habe ich das eine große Schnittteil einfach in vier Teile geteilt, vorne und hinten je oben und unten, ganz klassisch. Dazu habe ich unterhalb der Brust meine Peppernootschnittteile zuhilfe genommen, Silhouette und Abnäher wie dort eingezeichnet, die Taillenhöhe nach Mass genommen, ausserdem noch kleine Korrekturen von dem Probeteil im oberen Bereich übernommen. Eigentlich war das ganz einfach.
Die Eingrifftaschen in Höhe der Brust habe ich nicht gemacht (komische Idee...), dafür die aufgesetzten leicht zur Seite und nach unten versetzt (natürlich nicht ohne sie zuerst an den vorgesehen Platz zu nähen, zu versuchen die Hände hinein zu stecken um sie dann wieder abzutrennen, wir wollen ja ganz sicher sein, nicht wahr?). 
Einen Gürtel braucht es so nicht mehr. Und am Ende habe ich die Kapuze noch leicht gekürzt weil sie doppelt aus dem Wollstoff sehr schwer war. Und die Spitze ein bisschen abgerundet, ansonsten finde ich die total lustig, so gartenzwergmässig.


Das mir Raglan so liegt bzw. passt war mich vorher irgendwie nicht klar. Die Schulterpartie ist ganz simpel und einfach zu nähen, nichts steht über, ich muss nichts wegnehmen oder unschöne Rundungen korrigieren. Ich finde die Ärmel fallen schön und die gerundeten Nähte an der Schulter sind sehr edel. Ok, vielleicht war es auch Glück daß mir dieser Schnitt so gut passt.


Der Rücken sieht doch toll aus, oder? Ich werde vielleicht noch eine (kurze?) Jacke mit Stehkragen statt Kapuze nähen, das meiste hier sieht man deretwegen ja garnicht.


Neulich habe ich eine Knopfkiste geerbt, diese drei mit einer Art Blatt fand ich sehr schön für die Jacke. Es gab nur drei, daher ist der oberste ein anderer, den sieht man ja nur selten.


Alles in allem bin ich sehr glücklich über diese wärmende Ergänzung meiner Garderobe.

Und jetzt ihr, was hat Euch heute gewärmt, von aussen oder von innen? Oder seid ihr noch ganz taumelig vom Fasching?

2.2.16

Wee-Chickadee Jäckchen die Zweite


Sie wachsen ja sooo schnell aus allem raus!
Das Strickjäckchen hatte er wirklich oft an, im Herbst als Jacke, im Winter eher als Pulliersatz. Und er mag sie auch glaub ich gerne, wenn er es findet versucht er es anzuziehen, sehr niedlich!
Da musste jetzt mal die nächste Größe her.


Ich habe versucht viele Reste zu verbrauchen, das türkise und das grüne Garn sind jetzt wirklich leer, bis auf ein paar cm, das hellgraue ist zum Großteil der Rest von meiner grauen Strickjacke, dazu der Rest des ersten Jäckchens. An den Ärmeln hat das nicht gereicht, da kam noch dunkelgrau dazu. Die letzten Reste an den Ärmeln hab ich dann von beiden Seiten angefangen damit die Streifen gleich breit werden. Puh, man strickt und ribbelt, zieht beherzt Nadeln aus unfertigen Teilen, bei so kleinen Teilen geht das ja doch schnell. Am Ende hatte ich allerdings um die 50 Fäden zu vernähen...Und jetzt ist es doch ein bisschen zu kurz geworden, naja. Von dem dunkelgrauen Garn hab ich sogar noch ein bisschen, vielleicht strick ich noch ein paar cm dran.


Mir kam die Größenangabe in der Anleitung ein bisschen knapp vor. Ich stricke zwar immer ein andere Größe als angegeben, weil ich leicht dickeres Garn nehme (Strumpfgarn), aber die cm Längen von den Ärmeln und vom Rumpf habe ich für zweijährige genommen und das war viel zu kurz. Und Konstantin ist ja erst eineinhalb. Also da sollte man genau abmessen oder anprobieren, reinwachsen ist ja eigentlich die beste Option.
Muss ich wohl bald die nächste stricken!


Wolle: Baby Merino von Drops, verschiedene Reste Strumpfwolle
Änderungen: Am Hals- und an den Ärmelbündchen ein paar Maschen abgenommen.

22.1.16

Rückblick '15, Ausblick '16 und ein neuer Quilt!



Er ist fertig!!! Mein erstes fertig genähtes Teil 2016 ist tatsächlich der Ocean Waves Quilt! Verzeiht die Bilderflut, aber ich bin megastolz. Ich finde ihn so toll!


Zur Geschichte dieses Quilts: Angefangen 2011 mit dem Zuschneiden. Ich weiss noch, daß ich lange zuvor schon rote Stoffe gehortet hatte, der Plan diesen Quilt zu nähen existierte schon länger. Ein zweiter Post zu der Arbeit daran erschien 2012. Ich habe immer mal wieder daran genäht, aber so interessant sind die Zwischenberichte ja dann auch nicht.


Das Muster Ocean Waves ist eigentlich ein klassisches, ich habe mich genau an die Anleitung aus diesem Buch gehalten:

The American Quilt Story: The How-To and Heritage of a Craft Tradition : Step by Step Directions for 30 Antiques Quilts von Susan Jenkins und Linda Seward. 

Man näht bei dieser Anleitung die Blöcke als Quadrate und Dreiecke (für den Rand) zusammen und stellt diese beim Zusammensetzen auf die Spitze. Ein Block besteht also aus einem weissen Quadrat mit einem Kranz von weissen und roten Dreiecken, für den Rand das ganze einmal diagonal geteilt.

Das Zusammensetzen der vielen Dreiecke ist ziemlich komplex, (man denkt zwar zunächst, man könnte alle Dreiecke einfach zu Quadraten zusammen nähen und dann Reihen bilden, aber das geht nicht, dann hätte man Nähte um die Ecke) deswegen ist es bei genauem Hinsehen auch nicht so superordentlich. Ich habe bei Flickr gesehen, daß es auch eine Methode gibt, bei der man Blöcke erstellt, die je zwei große weisse Dreiecke auf der Seite haben. Die sind sicher simpler zusammenzusetzen, haben allerdings dann ein viergeteiltes weisses Quadrat.



Im Original wurde nur zwischen farbigen und hellen Stoffen unterschieden, dazu kamen leuchtende Dreiecke jeweils in der Mitte der Aussenseite der Blöcke. Hier habe ich als Kontrast zu den roten und weissen Stoffen gelb und orange gewählt.
Die roten Stoffe sind querbeet aus der ganzen Welt, kann man fast sagen. Manche habe ich extra gekauft, andere sind Reste, eine ausgemusterte Hose ist auch dabei, genau wie eine aussortierte weisse Bluse bei den weissen Stoffen, ein paar Erbstückchen und sogar einzwei von meinen gelben Elefanten.
Beim Zusammensetzen habe ich mir große Mühe gegeben, nicht zu oft gleiche Muster nebeneinander zu bekommen.


Die Decke ist quadratisch und das hier ist genau die Mitte, die ist mal schön geworden.


Ich liebe es, wie das Auge ständig rauf und runter gezogen wird. Eigentlich sieht es aus als ob der Quilt glitzert.


Ich habe lange überlegt, wie ich ihn quilten soll. Ich würde ja gerne mal Freihandquilten ausprobieren, fand dann die Idee aber ausgerechnet bei diesem nicht so toll, er ist nämlich sehr groß, 90x90 inch, also etwa 2,25x2,25m.


Ich habe auch kaum Beispiele gesehen die nicht mit geraden Linien waren, die mir gefallen haben. Also habe ich die weissen langen Seiten mit etwa 1/4 inch Abstand nachgenäht. Immer im Quadrat um die Blöcke herum. Am Rand dann ein simples verschlungenes Bändermuster. Dafür habe ich mir eine Pappschablone gebastelt und die Linien vorgezeichnet.



Auf die weissen Quadrate habe ich Freihandblumen gequiltet. Naja, handgemalt eben ;-)



Hach!


Als Binding fand ich einen Bumenstoff von Heather Bailey, der Kontrast mit dem beigen Hintergrund und den grünen Tupfen gefällt mir sehr gut.


 Und der Vollständigkeit halber noch die Rückseite. Ich hätte eigentlich komplett Rosalie nehmen sollen. Aber der Punktestoff musste weg, der ist leicht verfärbt, hier ist er gut eingesetzt.


Nochmal in voller Pracht.

Das Bild hatte ich noch auf dem Tablett, beim Bindingannähen gab es ein Fotofinish. Das hätten kaum zwei mm weniger sein dürfen...

Rückblick 2015

Wenn ich zusammenzähle, finde ich es schon beeindruckend, aber gefühlt habe ich letztes Jahr sehr wenig genäht:
Es waren 13 Kleider, ein Quilt, zwei Jacken, zwei Taschen, ein Kissen. Dazu zwei Strickjacken für mich.
Für Konstantin habe ich auch einiges gemacht, so eine in zwanzig Minuten zusammengeschusterte Hose ist schneller angezogen als gebloggt... das Strickjäckchen lieben wir alle sehr, er bekommt gerade eine neue in größer.
Wie ich glaube ich schon geschrieben habe kam erst so nach dem Sommer meine alte Energie wieder, inzwischen mache ich sogar wieder regelmässig Sport, was unglaublich gut tut. Irgendwie hatte ich mit dem Joggen fast schon abgeschlossen, weil ich ein bisschen Probleme mit meinen Knien habe. Aber siehe da, alles wird einfacher wenn man sich überwindet und einfach mal losläuft und inzwischen geniesse ich es total. 
So langsam freue ich mich darauf Konstantin hoffentlich bald mal in den Kindergarten geben zu können. Ihm würde das sicher großen Spaß machen, er hat ja hier auch immer viel Leben mit seinen zwei großen Brüdern. Und dann hätte ich morgens wieder ungestört Zeit, wenn ich keinen Dienst habe, Nähmaschine, ich komme!
Seit Oktober arbeite ich wieder, auch darüber freue ich mich, meine Kollegen habe ich vermisst. Ab April werde ich von 50 auf 70% aufstocken, das passt bei uns im Dienst gut und zuhause können wir das mehr an Gehalt auch gut brauchen. Oboe üben muss ich natürlich auch, das mache ich meistens nachts. 

Die Sache mit den Bienen
Im Sommer fiel noch eine Entscheidung die mich ziemlich beschäftigt hat, ich möchte dieses Jahr Bienen halten!
Und das kam so: Letztes Jahr gab es ja die Landesgartenschau in Landau und dort gab es einige Tage einen Infostand des Fachzentrums für Bienen und Imkerei Rheinland-Pfalz. Im Prinzip kann man sagen, daß sie dafür Werbung machten, Imker zu werden. Am Stand war eine sehr junge hübsche Frau (Irgendwie war das immer so ein Männerding für mich gewesen, peinlich, oder? Jedenfalls war das ein sehr überzeugende Idee, da nicht den Chef hinzustellen. Wobei der auch sehr nett war, er war in der Nähe) die mir anhand von Tafeln zeigte wie es in einer Beute (Bienenkasten) so aussieht und mir alle meine Fragen beantwortete. Tatsächlich hatte mich das Thema immer schon interessiert, oder sagen wir, es war mir sympathisch, ich esse sehr gerne Honig und weiss um die Bedeutung der fleissigen Tierchen. Nur auf die Idee, daß ich selber welche halten könnte war ich nie gekommen. Ich habe auch keinen Imker im engeren Bekanntenkreis (dachte ich jedenfalls), dem ich mal über die Schulter geschaut haben könnte oder so. Also ehrlich gesagt fand ich diese Idee zunächst selbst fast etwas abgefahren, aber ich war schnell ziemlich angefixt. 


Internet sei dank habe ich dann erstmal alle verfügbaren Seiten gewälzt, mich halbwegs eingelesen, kam von Beutenart (die Bienenkästen gibt es in verschiedenen Formen und Maßen, sie heissen Beute) zu Bienenrasse, Halteformen (von herkömmlich bis demeter) und was es noch alles für Themen rund um die Imkerei gibt. Toll ist, daß man wirklich etwas für die Natur tut, im Prinzip nützt einem ja der schönste Apfelbaum nix, wenn keine Bienen zum Bestäuben da sind. Ausserdem kostet die reine Betreuung der Bienen nicht viel Zeit, die meiste Zeit muss man sie in Ruhe lassen. Und das Leben dieses fleissigen Staates ist hochinteressant und eindrucksvoll. Seit ein paar Jahren hat sie in unseren Breitengraden einen Feind, eine Milbe namens Varroa, für deren Bekämpfung gehen folglich auch die wichtigsten Arbeiten aufs Konto.
Relativ schnell mekte ich, daß es im Jahr (Juli) schon zu spät war um quasi sofort mit der Imkerei zu starten, das fand ich zwar schade, war aber wahrscheinlich besser für die Bienen, haha! Also habe ich mich weiter damit begnügt Bücher zu lesen und langsam kristallisierte sich heraus, wie ich die Bienen halten möchte. Und wo, nämlich bei uns im Garten. Ja, das geht. (Sogar bis zu sechs Völker, aber soviel sollen es nicht werden. Nur eins bringt aber auch nichts, der Plan ist jetzt, erstmal zwei zu bekommen)
Und wie das so ist wenn man sich neu mit etwas beschäftigt, natürlich stellte sich dann doch heraus, daß der eine oder andere im Bekanntenkreis Bienen hält. Ein Mitsänger aus einem meiner Chöre hält Bienen, das stellten wir ganz zufällig fest, weil wir ein Grillfest bei uns hatten und er ein Buch herum liegen sah. Und dann bot er mir gleich an, Ableger zu machen und wird mir sogar Beuten bauen. Großer Zufall, großes Glück! Wenn alles klappt werde ich im April Bienen haben. Es werden Buckfastbienen in 10er Dadantkästen, für die die es interessiert. Zu Weihnachten bekam ich eine Anfängerausrüstung mit Schleier und Smoker usw. Und einen Kurs habe ich natürlich auch gebucht, der geht Anfang Februar los, ich bin schon total gespannt!
Ich werde Euch hoffentlich nicht mit zuviel Bienen-Content nerven, aber vielleicht wäre das ja auch was für eine von meinen Näh-Leserinnen. Bienen kann man auch in der Stadt halten!

So sind wir schon mitten im Jahr 2016

Neben dem dringenden Wunsch, wieder mehr zu nähen, vor allem für mich!, kam mir in letzter Zeit immer öfter der Wunsch nach einer neuen Nähmaschine. Vor allem nachdem Küstensocke diesen Post veröffentlich hatte, den ich so ziemlich genau so schreiben könnte, ich habe nämlich die gleiche Maschine. Und finde sie auch nicht so doll. Wahrscheinlich ist man, wenn man ordentlich Geld für sein Gerät ausgegeben hat nicht so gerne bereit, zuzugeben, daß man sie nicht so gelungen findet. So braucht es vielleicht etwas Anstoss von aussen, die Schwachpunkte zu benennen und sich da was zuverlässigeres zu wünschen. Natürlich habe ich auch garnicht soviel Vergleich, aber die Maschine die ich davor hatte, war besser, das war allerdings auch eine Pfaff. Nun gut, es ist Jammern auf hohem Niveau, von der Ausstattung ist die Maschine, eine Creative 2.0, ziemlich top, das musste ich jetzt bei meiner Recherche nach anderen Modellen erkennen. Um eine Maschine mit ähnlich viel "Features" zu bekommen muss man Geld in die Hand nehmen... Der Plan ist, die Creative zu behalten und als Stickmaschine weiter zu benutzen, das tut sie ja recht klaglos und gut, sie hat auch einen großen Stickbereich. Meine Suche gilt daher einer reinen Nähmaschine. Ich habe auch schon eine im Auge, mal sehen ob ich die mal unter die Finger bekomme, so in live. Ich werde berichten, das verdient einen Extra-Post.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird sich vielleicht erinnern, daß wir letztes Jahr eigentlich vorgehabt hatten das Dach zu erneuern und auszubauen. Nun, dazu kam es bisher nicht. Wir sind nicht die zügigsten was am Dranbleiben an solchen Vorhaben betrifft und die Handwerker scheinen auch nicht gerade eine Auftragsflaute zu haben, will sagen, denen muss man regelrecht aufdringlich hinterherlaufen und zwar allen. Nicht ganz mein Ding, aber es hilft nun nichts. Ich denke immer positiv und vermute, daß das alles einen tieferen Sinn hat. Wahrscheinlich kommen uns die besten Ideen erst jetzt, oder wir treffen jetzt ganz tolle Helferlein, die uns letztes Jahr noch unbekannt waren. Jedenfalls fangen wir schonmal mit dem Zimmer umräumen an. 
Um die Situation im OG zu entschärfen, werde ich, schnief, mein Nähzimmer räumen. Hach, ade Du schönes Kämmerlein... Naja, ich bekomme eine Ecke im Kellerzimmer, aka Musikzimmer. Dort kommt ein Sekretär, der sowieso nur als Schrank diente, weg und ich muss mich dort einrichten, eher über Eck, eine Seite Arbeitsbereich, eine Seite Schrank, vielleicht noch eine Kommode mit einer Schneideplatte? Immerhin direkt am Fenster. Mal sehen, wie ich das mit dem Platz hinbekomme. Den meisten Stauraum suche ich mir besser woanders...

Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Bloggerjahr mit Euch! Danke fürs Lesen und bis bald, Eure Katharina

13.1.16

Memademittwoch 13.1.2016 Lieblingsstück

Herzlich Willkommen zu meinem ersten Post in 2016!


Heute geht es um das Lieblingsteil aus dem letzten Jahr. Der große Vorteil dabei ist, daß man theoretisch keine neuen Fotos für diesen Traditionspost braucht. Praktischerweise trage ich dieses Kleid samt der Lieblingsstrickjacke aber genau heute und daher habe ich noch das obige Beweisfoto für Euch. Mit winterlichem Dunkelheits-Gelbstich, Entschuldigung. Die nackten Beine auf dem Ersterscheinungspost machen uns sonst alle frösteln...(so langsam wird es sogar hier kalt, aber eine Rose blüht immer noch und Gänseblümchen sehe ich auch auf dem Weg zum Komposthaufen).

Es handelt sich um dieses Kleid, ein Vogue 1027


Der Schnitt ist einfach wunderbar, dazu wurde ja auch schon viel geschrieben. In Aubergine ist es toll und immer ein sicherer Griff aus dem Kleiderstapel.

Ausserdem liebe ich dieses Jäckchen sehr und habe vor es noch in weiteren Farben zu stricken. So kurz und klein wie es ist, geht das schön schnell (es ist kürzer als das Original). Es heisst Gweneth und ist von Cecily Macdonald.


Ich freue mich auf viele weitere Nähaktionen in diesem Jahr. Letztes Jahr musste ich gefühlt das meiste pausieren und hatte einfach nicht so viel Zeit zum Nähen. Das soll hoffentlich langsam einfacher werden. Jetzt muss zwar erstmal das Nähzimmer umziehen (ich räume mein Reich zugunsten eines Kindes, tja!) aber das wichtigste wird schnell wieder zugänglich sein, da bin ich sicher. Ich bin gespannt auf Eure Lieblingsstücke, die werde ich hier auf dem MMM-Blog nachlesen.

Alle Gute für das kommende Jahr, wir lesen uns!

20.12.15

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 5 Finale!

Heute ist ja schon Finale! Das Gute daran ist, das Thema Weihnachtskleid hat man damit schonmal erledigt. Mein Kleid ist fertig und ich hätte zwar gerne noch ein paar Goodies (BH, Unterkleid...), aber wenn die nichts mehr werden vor Heiligabend, dann werden sie halt was nach Heiligabend, so what!

20.12.2015 Teil 5
Finale
Fertig! Wir haben es gemeinsam geschafft. Wir haben alles gegeben und sehen einfach umwerfend aus.



Ich bin auch dieses mal zufrieden mit meinem Weihnachtskleid und werde es gerne tragen. So richtig umwerfend finde ich es aber nicht. Ich bin noch nicht ganz sicher, woran das liegt. Heute kam es mir ein bisschen langweilig vor. Und das Muster wirkt von ferne nicht so schön wie von nah. Oft ist es ja umgekehrt, komische Muster sehen von ferne toll aus, aber hier kommt das nette Blättermuster garnicht zur Geltung. Da kann dann auch der Schnitt nichts für! Und die Mittelnaht am Oberteil gefällt mir nicht, ich hätte sie weglassen sollen, Schlitz mit Beleg hin oder her...

Die Passform ist jetzt gut, aber ich fand so insgesamt musste ich einiges ändern, da wäre ich mit einem Knipschnitt schneller am Ziel gewesen. Vielleicht liegen die meiner Figur mehr, das soll keine Kritik an der La Maison Victor sein.
Ach egal, ich ziehe es trotzdem an. Schmuck fehlt noch! Und ich sollte nicht so müde gucken...
Wie findet ihr es? 



 


Die großartige Parade der Weihnachtskleider könnt ihr hier auf dem MMM-Blog bewundern. Gratulation und vielen Dank an alle Teilnehmerinnen!!!


13.12.15

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 4

-Dieser Post erscheint heute auch auf dem MMM-Blog, wo wir den WKSA dieses Jahr als Team betreuen -

Herzlich Willkommen zu Teil 4 des Weihnachtskleid-Sew-Alongs!
Mein Name ist Katharina, ich blogge unter sewing addicted und betreue den heutigen Termin am dritten Advent. Was beschäftigt uns denn diese Woche?

13.12.2015 Teil 4
- Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen.
- Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht.
- Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen.

                               


Die Momente, in denen ich gemütlich am Kaffeetisch sitzen und Tee trinken konnte waren diese Woche rar gesät, viel Dienst gabs und ein krankes Kind. Bei mir ist es also eher die mittlere Variante, eine schwierige Stelle, naja, habe ich gemeistert, dazu unten mehr. Gestern habe ich jedenfalls aller Arbeit zum Trotz die Pyramide angezündet. Und später alles wieder abgebaut, denn ich musste ja zuschneiden! Zur Erinnerung, ich nähe Harriet aus der La Maison Victor und habe schon einen Prototyp, den ich gerne trage. 


Zuerst habe ich auf allen Schnittteilen die letzten Änderungen markiert, am Saum habe ich ein Stück angeklebt, Augenmass ist hübsch, aber nicht so sehr präzise. Dann den Ausschnitt noch etwas tiefer gelegt, am Armausschnitt einen Tick zugegeben, an der Ärmelrundung auch. An der Taille ein wenig gekürzt.


Das Zuschneiden war etwas tricky, denn ich habe da irgendwie Fehldrucke an Stoff. Es war zwar viel Stoff da, aber ich konnte nicht alles einfach so nehmen, es gibt eine ganze Strecke, die dunkler ist als der Rest und manches ist irgendwie ungleichmässig. Aber so müsste es jetzt gehen, ich hab um die schlimmsten Stellen rumgeschnibbelt. Das war das gestrige Tagwerk.


Heute habe ich mich morgens ein halbes Stündchen an die Maschine gesetzt zum Versäubern. Erstmal nen Kaffee, gelle!? Dann Einlage aufbügeln...


...und durch die Ovi. Schwarz war netterweise eingefädelt, ein Glückstag.


Nachmittags durfte ich fürs morgige Kantoreikonzert proben, es ist ja schliesslich Advent. Und heute Abend habe ich mich noch ein Stündchen dran gesetzt, bis man was erkennen kann sozusagen. Das sieht schon ganz erfreulich aus, finde ich. Der Ausschnitt ist halbwegs symmetrisch, ich werde das am lebendigen Leib nochmal kontrollieren. Das zuviel an den Schultern ist in echt sehr ok, Püppi hat einen anderen Knochenbau als ich. Ich finde in ärmellos wäre das Kleid auch sehr schön, aber das ist wohl eher was für wärmere Tage.


Ich freue mich auf mein Weihnachtskleid! Das wird zu schaffen sein bis nächste Woche und hoffentlich schön. Und ihr so, wie weit seid ihr gekommen?

7.12.15

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 3: Mein Probekleid

- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

Heute zeige ich Euch mein fertiges Probekleid, ich habe es schon einige Male angehabt und ich finde es hat sich bewährt. Es ist schwarz und man kann auf den Fotos nicht soviel erkennen, sorry. Es sitzt aber gut. Wie man bei der Schnittanpassung schon vermuten konnte (siehe letzter Post) ist das Oberteil einen Tick zu lang. Manchmal traue ich meinem eigenen Basisschnitt nicht so ganz, ich habe am Oberteil eine Überlänge von etwa 3cm dran gelassen. Also ein bis zwei cm werde ich für das endgültige Kleid davon noch wegnehmen. Es lässt sich aber auch so sehr gut tragen, es bilden sich halt nur leicht ein paar Fältchen in der Taillengegend.


Das Kleid hat Taschen, nie wieder Kleider ohne Taschen! An der Rocklänge habe ich ein Stück zugegeben, im Original ist es kürzer.


Ich hatte mich beim Schnittkopieren über die sehr schmale Partie oberhalb des Armlochs gewundert. Bei mir passt es jetzt, allerdings ist die Stelle schon etwas knapp. Zu dem Bereich am Oberteil kam dann noch eine sehr schmale Ärmelkugel. Ich habe mich beim Nähen gefragt, ob mit diesen zu knapp geschnittenen Teilen erreicht werden soll, daß sich der Ausschnitt auseinanderzieht? Ich bin gespannt wie das bei den anderen aussieht, die dieses Modell nähen. 


Allerdings habe ich einen tendenziell steifen Stoff, alles was etwas dehnbarer ist wird enge Stellen mehr verzeihen. Aber ich habe ja schon geschrieben, ich trage das Kleid gern, geht also trotzdem. Ich kann an der Stelle auch noch einen cm rauslassen.


Der Einfachheit heute mit Handyfotos, die werden etwas pixelig je größer ich sie ausschneide. Aber man kann unten doch ganz gut den Rücken erkennen. Da sind etwa so viele Fältchen wie vorne, passt also.



Kleid: Harriet aus der aktuellen La Maison Victor (Nov-Dez 15)
Stoff: Schwarzer BW-Stretch, etwa popelinedick

Alle anderen fleissigen Schneiderlein treffen sich seit gestern hier im MMM-Blog