22.4.15

MeMadeMittwoch am 22.4.2015


Wie schon vermutet trägt so ein ordnender Post sehr zur Motivation bei. Der erste Plan stand ja sozusagen schon vorher fest, ein auberginefarbenes Vogue 1027 war schon lange mein Wunsch und der Stoff auch schon im Schrank. Dazu trage ich ein paar meiner selbstgenähten Leggings, die ich mehr liebe als gekaufte, weil sie in der Taille nicht rutschen. Und neue Birkenstock Madrid an den Füssen, wie so ne Fashion Bloggerin... Haha! Ich fand, ich brauche was für diese Jahreszeit, was schnell an- und ausgezogen ist, womit man gut Garten laufen kann, was nicht die total ugly Plastik-Gartenschuhe sind, und was man aber auch im Haus noch tragen kann. 
Dazu muss man wissen ich HASSE Hausschuhe! Ich trage nie welche, höchstens warme Socken. Und das geht im Sommer Frühling eher nicht mehr.
Ich habe mich bei den Schuhen für welche mit Lederriemen entschieden und versuche nun irgendwie um Blasen und blaue Flecken (echt!) rumzukommen. Heute morgen habe ich schon mit einer Nagelfeile die schlimmsten Kanten entschärft, aber ganz perfekt aka spaziergangtauglich ist es noch nicht.


Zurück zum Kleid, den Schnitt habe ich schon zweimal genäht. Eigentlich trage ich die sehr gerne, aber Modell 1 ist zu groß und Modell 2 landete mal ungeplant in einer Hotelwaschmaschine und taugt seitdem nicht mehr für ausser Haus (schluchz!). Ein neues war dringend angesagt.
Irgendwie scheue ich mich bei diesem Schnitt aber vor dem Zuschneiden der großen Rockteile (ich scheue mich immer vor Teilen die nicht auf die Zuschneidematte passen. Vielleicht sollte ich da mal ein Update machen?) 
Ansonsten ist der Schnitt ziemlich schnell genäht, das fummeligste sind die Falten, die kommen gleich als allererstes. Danach setzt man nur noch zusammen.



Notiz an mich: Nie wieder aus Faulheit keine Taschen drannähen! In diesem Schnitt sind sie sogar vorgesehen und meine beiden anderen Modelle haben sie auch. Nur in einigen anderen Kleidern habe ich aus Zeitersparnis darauf verzichtet um mich schon bei der ersten Anprobe wieder darüber zu ärgern keine zu haben.


Die Lösung mit dem eingenähten Gürtelband hatte ich bei Modell 1 angezweifelt und bei Modell 2 anders gemacht, da ist der Gürtel separat. Das sieht aber auch nicht toller aus, da sitzt der nämlich nie über der Taillennaht. Also habe ich es hier wieder so gemacht wie es der Schnitt vorsieht. Allerdings habe ich den Gürtel gekürzt und unter leichtem Zug angenäht, so sitzt die Taille insgesamt besser.


Am Ausschnitt habe ich einen Beleg zum Verstürzen genommen, den habe ich auch unter Zug angenäht. Evt. war das etwas zuviel, er wirft im unteren Bereich leichte Falten. Ich könnte mir aber vorstellen, daß sich das beim Tragen bald gibt. Viskosejersey ist Viskosejersey und gibt leider im Laufe der Zeit nach... Allerdings habe ich hier eine schöne Qualität, nicht garzu flutschig.

Und jetzt noch schnell zu den anderen auf den MMM-Blog mit einem großen Danke an Susi fürs schnelle und unkomplizierte Einspringen!

18.4.15

Nähpläne

Stellt Euch mal vor, es gäbe kleine Heinzelmännchen, die einem heimlich nachts die Stoffe zuschneiden und neben die Nähmaschine legen... DAS wäre ein Traum! Nicht nur würde einem die lästige Zuschneiderei erspart, es hätte auch noch einen weiteren Vorteil: Man müsste nicht dauernd überlegen was man als nächstes Nähen soll.
Nun ist es zur Zeit nicht so, daß ich stundenlang däumchendrehend im Nähzimmer sitze und mir das Hirn zermartere auf was ich so Lust hätte, schön wärs.
Aber ich bin ein gutes Stück unstrukturiert, nähe oft Kleinigkeiten und schnelle Sachen (Neben sofort nötigen Klamöttchen und Windeln (anderes Thema, poste ich auch mal zu) für Konstantin auch Küchenhandtücher, Tischdecken und Lätzchen,... hust, tja! Einfach um ein schnelles Erfolgserlebnis zu haben und weil mir in den kleinen Zeitfenstern, in denen ich zum Nähen komme oft die Motivation fehlt, irgendein Großprojekt anzugehen.

Dabei bräuchte ich dringend eine Aufstockung meiner Frühjahrsgarderobe. Ja, so blöd es klingt, die meisten meiner Frühlings- und Sommerkleider kann ich im Moment (noch) nicht anziehen, so ist das halt, ist ja nicht weiter schlimm, ich nähe ja auch gerne was Neues!

Neben konkreten Vorhaben fallen mir in unregelmässigen Abständen Schnitte in die Hände die ich toll finde und bei jedem Öffnen der Stoffschränke finde ich wunderbare Sommerstoffe, die unbedingt vernäht werden möchten. Unstrukturiert ist hier vor allem die passende Stoffmengen/Schnittkombination. Nicht alle Stoffe, die ich für ein Projekt passend finde, sind in der entsprechenden Menge da. Deswegen dachte ich, ich versuche mal in einem Pläne-Post ein wenig Licht ins dunkel zu bringen. Ganz streng werde ich mich bestimmt nicht nach jetzt gefassten Plänen richten, aber ein bisschen Zuordnung von Stoffmöglichkeiten zu bestimmten Schnitten, ein bisschen Bedarfsanalyse, vielleicht habt ihr ja auch Tipps was am Besten passen könnte, so in etwa halt.

Was brauche ich überhaupt, oder besser, auf was habe ich Lust?
Grundsätzlich nachwievor stilltaugliche Kleider, also mit Wickelausschnitt oder Knopfleiste, wie gehabt. Zuhause, und ich bin bis Sommer ja meist zuhause, trage ich am liebsten Jerseykleider, wobei ich bei sommerlichen Temperaturen auch gerne ärmellose Webstoffkleider trage.

Einen Anlass gibt es für den ich ein schickeres Outfit brauchen könnte, nämlich Konstantins Taufe, die ist allerdings erst im Juni. Ich dachte da an ein Kleid und die Kostümjacke aus Gerties Buch.

Ich habe zwei Frühjahrsjacken, den bestickten Mantel und die rote Lady Grey-Jacke, beide trage ich sehr gerne, mir wäre sehr danach noch ein Teil in der Länge von der Lady Grey zu haben.

Eigentlich wollte ich mir für die Gartenarbeit eine Latzhose nähen.

Ausserdem noch ein paar Kleinigkeiten wie Leggings und ein Unterkleid, evt. Unterwäsche. Da drum geht es hier aber nicht.

Für manche Projekte müsste/könnte ich noch Stoffe kaufen.

Die Stoffe

Ich habe mal alles was mir für sommerliche Kleider im Moment infrage kommt herausgeholt und vermessen, so kann ich auf einen Blick sehen, ob ein Stoff für Schnitt soundso taugt. Netterweise passen fast alle Stoffe toll zueinander. Was aber Wurscht ist, ich habe ja immer nur ein Kleid an. Ausser in Bezug auf die Jacken, die sollten zu mehreren Kleidern passen. 
Alle Stoffe sind schon gewaschen, die Längen sind also endgültig.

Bild 1 von oben nach unten:
Leichter Jeans-Stoff, also Jeanshemdstoff. Für ein Kleid recht stabil aber geeignet, schönes Blau. Ich habe etwas Bammel vor dem Jeanslook.
2m x 1,45m

rotes Vichykaro reine BW, typische Vichykaroqualität
gute 3m x 1,55m

Blaubeerstoff aus BW vom Maybachufer, leicht popelinartige Qualität
2,9m mal gut 1,4m

BW von Stoff und Stil aus dem Sale, eher günstige Qualität,
hier hab ich mich wohl in der Menge vertan, der Stoff ist nur 1,07m breit
2,5m x 1,07m

Blümchenstoff vom Maybachufer, ähnlich popelinig wie die Blaubeeren
knapp 2m x 1,4m

Libertystoff, ein echtes Streichelschätzchen...allerdings sehr rosa.
feine BW, eher Batist
2,5m x 1,3m

       

2. Bild, von oben nach unten:
Hosen- oder Jackenstoff aus BW-Stretch in taupe. Irgendwie das einzige was ich für eine Latzhose dahätte. Der Stoff würde aber auch ein schöne (kurze) Jacke für den Herbst werden, hmmm...
gut 2m x 1,4m

Anzugstoff mit sehr feinen Webstreifen dunkelblau/weiss aus Leinen und Poly. Ich dachte, er taugt für ein Kleid, aber dafür ist zu anzugartig. Eben beim Ausmessen stelle ich erst fest, daß er nicht längs- sondern quergestreift ist, huch! 
2,17m x 1,5m

Gepunktete Baumwolle mit leichtem Stretch und leichtem Glanz, tolle Qualität
gut 2,6m x 1,45m

Viskosejersey in aubergine, 3m

Leichter BW-Batist mit tollem Blütendruck und lila Hintergrund.
2,6m x 1,4m




Die Schnitte:

1. Auf alle Fälle wollte ich noch ein Vogue 1027 nähen, und zwar aus dem auberginefarbenen Jersey. Da reichen 3m, das habe ich schon ausprobiert.
Leider habe ich sonst keine frühlingstauglichen Jerseys zur Hand, da wäre also evt. Nachschubbedarf.

2. In der letzten Knip (04/15) ist ein wie ich finde sehr schöner Wickelkleidschnitt drin. Da ich mit Knipschnitten immer gut fahre nehme ich das Angebot gerne an. es hat einen Kragen, ist ärmellos (was ja gut mit Strickjacke tragbar ist) und einen weiten in Falten gelegten Rock, ganz mein Ding.
(Wer jetzt oh und ah ruft, der müsste in der Maiausgabe der Style fashion auf deutsch enthalten sein)

2,5m Stoff will die Knip, hm, evt. lässt sich das mit Tricksen auch aus 2m rausquetschen. Es ist ein echtes Wickelkleid, zur Not kann man den Rock als Nichtwickel nähen, das spart schon ein gutes Stück.
Hier denke ich an den lilagrundigen mit dem großen Blumenmuster, der wäre schön weich fallend.
Jemand eine andere Idee?


3. Auch in dieser Knip ist ein Latzhosenschnitt drin (wie gut, daß ich kurz vor Erhalt des Heftes einen gekauft hatte, seufz...). Hier steht 2,10-2,15 in der Anleitung, das geht mit 2m, der taupefarbene wäre also ok. Aber soll ich den für so ein Arbeitsding verbraten??




4. Bei einem der letzten Vogue-Butterick-McCalls-Sales flog dieser schöne Schnitt zu mir Butterick 5598, ein ausgestelltes Kleid mit doppelter Knopfleiste und zwei Kragenlösungen (links ist der obere Teil ein Stehkragen). Der Schnitt ruft etwas nach stablieren Stoffen finde ich.

Hier wird 2 5/8 Yard Stoff gefordert, also gute gute 2m. Wahrscheinlich reichen 2 ;-)
Wegen der Knöpfe würde ich zu einem nicht zu wild gemusterten Stoff tendieren, am ehesten geht glaube ich der Jeans. Wäre auch gut zum Testen, da mir der Stoff nicht so sehr am Herzen liegt. Oder was meint ihr? Den gepunkteten


5. Schon ein Weile schleiche ich um das Shirtwaistdress aus dem Gertiebuch herum. Mich interessiert der Schnitt vor allem wegen der tollen Rückenpartie mit Gummizug und Gekräusel unter einer Rückenpasse. Ich finde auf dem Foto sind die Schultern überschnitten, das würde ich bei meinem Kleid natürlich nicht zulassen ;-)


Hier kann man die Rückansicht sehen. Die Variante mit den Tulpenärmeln ist natürlich auch hübsch.
Braucht evt. etwas flatterige Stoffe, denke ich.
Laut Anleitung braucht man hierfür 3m Stoff in normaler Breite. 
Daher kommen hier nur die größeren Stücke infrage, der rote Vichykaro und die Blaubeeren.



5. Für die Taufe stelle ich mir ein Kleid (einer der drei genannten Webstoffschnitte wahrscheinlich) mit einer halbwegs passenden Jacke vor, muss kein Kostüm sein, aber soll schon gut zusammen tragbar sein. Das berühmte Kostümjäckchen aus dem gleichen Buch wäre eine Idee, das wurde in unserer Bloggerszene schon oft genäht. Alternativ könnte ich mir als kurzes Jäckchen auch die von Vogue 8701 vorstellen, auch diese Jacke wurde hierzuland schon genäht. 
Für das Jäckchen kommt der fein gestreifte Anzugstoff infrage. Die Gertiejacke braucht 2m in normaler Breite, das passt also. Und welches Kleid dazu? Der Punktestoff würde ein sehr schickes Kleid ergeben, denke ich, aber welcher Schnitt?



6. In einer ihrer Schnittmusterparaden zeigte Constanze letzten Herbst diesen Mantel von Seekatesew, den Icon Coat. Ich fand ihn gleich ganz toll und musste neulich wieder daran denken (ein gutes Zeichen, wenn einem was nicht aus dem Kopf geht). Die Länge ist zwar ein bisschen seltsam zu Kleidern, aber da es bei Lady grey und meinem Regen-Anorak auch funktioniert könnte der Schnitt schon etwas für mich sein. Evt. würde ich ihn einen Tick länger machen, damit er nicht direkt auf der breitesten Stelle der Hüfte endet. Hier habe ich noch keine Stoffidee, ich habe einen ziemlich klassisch Glencheck-karierten Leinenstoff, aber schwarzweiss scheint mir nicht das richtige zu sein zu all diesen Blautönen da oben. Hier fehlt also ein Stoff.



Ganz schön viele Pläne. Ich sollte einfach mal eins der Kleider in Angriff nehmen, der Rest weist sich dann schon. 
Was wäre eine sichere Schnitt-Stoffwahl, mit was soll ich starten? Für Tipps bin ich als Motivationshilfe sehr dankbar!

8.4.15

Frühlingserwachen beim memademittwoch am 8.4.2015


Ihr seht mich heute vor einer riesigen Forsythienhecke, für mich einer der frühlingsboten schlechthin. Diese Woche soll es richtig warm werden, ach wie schön!


Für unser erstes memademotto habe ich mir ein Kleid mit Blümchen genäht. Blümchen? Wo sind denn da Blümchen? Werdet ihr jetzt denken.


In der Paspel! Allerdings sieht man sie wirklich kaum. Ich hab die Paspel selbstgemacht aus Fertigschrägband und Baumwollgarn. Da das Schrägband mit der Dehnung des Jerseys nicht ganz mitkommt, war ich schon etwas nervös, ob das System an der Taillennaht funktionieren würde. 
Wenn man vorsichtig reinschlüpft geht es aber ganz gut, ich hoffe das hält auch dem Dauereinsaz stand.


Der Schnitt ist einer meiner Lieblingschnitte aus der Knip, ich glaube aus 04/14, die Kleider nach diesem Schnitt trage ich mit am liebsten zur zeit.
Alle anderen frühlingserweckten treffen sich im Einstandspost von Monika auf dem MMM-Blog: http://memademittwoch.blogspot.de/2015/04/memademittwoch-motto-fruhlingserwachen.html

5.4.15

Frohe Ostern


Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern ein schönes Osterfest!
In letzter Minute habe ich noch drei Osterkörbchen genäht, ich wünschte solch kreative Eingebungen kämen nicht immer erst auf den letzten Drücker.
Heute genießen wir die Sonne wenn sie mal da ist, nächste Woche soll es hier richtig schön werden, endlich! 
Euch allen noch schöne Feiertage und eine schöne Ferienwoche, wer sie denn hat!

20.3.15

FJKA 2015: Zweiter Zwischenstand

Für diesen Post wollte ich unbedingt etwas vorzeigbares bei der blauen Jacke fertig haben. Aber das war langwieriger als gehofft. Also erstmal die Themen für heute:

"Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse"

Ja, genau, das trifft es ganz gut, bei der blauen Jacke war ich des Musters sehr müde geworden. Ich dachte die ganze Zeit nur daran, daß die Ärmel ja dann nur so flutschen würden, Perlmuster ist doch gefühlt glatt rechts gegen dieses Muster, was sich so garnicht auswendig stricken liess, noch nicht mal die linken Reihen. Nur wusste ich garnicht was mich erwartet, ich hatte noch nie Perlmutter auf größeren Flächen gestrickt, das dauert ja ewig! Dazu kam, daß ich den halben Ärmel gestrickt hatte, bis mir auffiel, daß er viel zu groß ist, also alles nochmal neu... er wurde und wurde nicht länger, als ob ich auf der Stelle strickte.
Wie ihr seht hab ich es schliesslich doch geschafft, noch zwei Zentimeter Bündchen und ich kann abketten.

Die eigentlich Frühlingsjacke ist die lilane, da habe ich das Rückenteil fertig gestellt und stricke jetzt das erste Vorderteil. Das geht tatsächlich schnell und die Wolle strickt sich wunderbar.



Damit reihe ich mich noch bei den anderen Nadelkünstlerinnen auf dem MMM-Blog ein, Danke an Wiebke und Susa!

18.3.15

MeMadeMittwoch am 18.3.2015

Mit diesem Beitrag führe ich heute die MMM-Riege an, wir lesen und aus dem MeMadeMittwoch-Blog!

Herzlich willkommen zum Frühlings... äh MeMadeMittwoch am 18.3.2015!
Ich bin Katharina und blogge unter Sewing addicted.


Hier in der Südpfalz ist es seit wenigen Tagen endlich wärmer geworden, die Natur spriesst noch zögerlich, aber unaufhaltsam hervor, hach, jedes Jahr ein Grund zum Aufatmen!
Endlich wieder ohne Jacke raus, das finde ich ganz wunderbar. Um nicht gar zu luftig angezogen zu sein, habe ich mir ein Mantelkleid, ein Coat dress genäht. Den Schnitt kennt ihr bestimmt, das ist letzte Modell aus Gertie Hirschs erstem Buch (die deutsche Ausgabe heisst Rockabella).


Schon nach meinem ersten Coat dress wollte ich unbedingt ein zweites. Das erste ist als Konzertkleid gedacht (leider passt es zur Zeit gar nicht, es saß von Anfang an etwas stramm) und ich fühlte mich so wohl darin, daß ich für alltags unbedingt auch eines haben wollte. Ich habe also hier und da nach passenden Stoffen Ausschau gehalten und auch ab und an einen bestellt. Aber irgendwie waren die dann als sie ankamen alle doch nicht so toll. Entweder zu dünn oder die Farbe war nicht so wie ich es gedacht hatte, was auch immer, manchmal klappt das ja nicht so mit den Internetbestellungen. Jedenfalls hatte ich dann einige Stücke in größerer Menge (3-4m) im Schrank für die ich irgendwie gar keine Verwendung hatte. Gut, aus vier Metern kann man auch gut zwei Kleider nähen, aber naja, das war ja nicht der Plan.


Als ich dann neulich meine Stoffvorräte mal wieder umschichtete auf der Suche nach etwas bestimmten, fiel mir zum wiederholten Male der rote Stoff, ein Leinenimitat, irgendwas mit Viskose, in die Hände. Die Farbe ist toll, ganz meins (wenn ich die Farbe sehe, kaufe ich sie sofort, große Stoffverarmungsangst in kirschrot. Dabei habe ich schon zwei Kleider und eine Jacke in dem Ton, die trage ich auch oft). Der Stoff hat eine leichte Struktur und einen guten Fall, eigentlich ist der doch garnicht so schlecht, warum hatte ich den für Coatdress-untauglich erklärt? Na egal, soll er halt jetzt vernäht werden.


Bei meinem ersten Coatdress hatte ich nicht nur mit den Tücken des Schnittes (über die nicht zueinanderpassenden Schnittteile wurde hie und da nach Erscheinen des Buches schon berichtet) sondern auch noch mit den Tücken meiner Abpausekunst und der damals noch mangelnden Anpassungskunst zu kämpfen.
Deswegen hatte ich den verwendeten Schnitt gleich danach schonmal umgestaltet, frei Schnauze. Was ich da gemacht habe, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen, irgendwie scheint der Kragen breiter und der Halsausschnitt weiter. Für die Ärmel habe ich gleich ein ganz neues Teil abgepaust.
Für das heutige Kleid habe ich diesen Schnitt dann noch der Prüfung durch meine Basisschnittteile unterzogen, dabei den Brustpunkt tiefer gelegt, die Schulter höher und die Taille mal sicherheitshalber weiter gemacht. Am Rücken nahm ich noch 2 cm weg und fertig.


Beim Zuschneiden stellte ich fest, daß es komischerweise in diesem Fall nur 3m Stoff waren. Damit die reichen, habe ich die Rockteile alle etwas zusammengelegen müssen, also Weite aus dem Saum genommen. Im Original ist das ein ganzer Teller, also tut das fast nicht weh. Danach hat es gerade so drauf gepasst, Taschen und Saumschrägband gab es aus anderen Stoff dazu. Die Knöpfe sind von einer aussortierten Jacke gerettet, eigentlich sind sie etwas zu dunkel, aber jetzt finde ich, das betont den Mantelcharakter ganz nett.



Bei den Nahaufnahmen ist die Kamera wohl von der tollen Farbe ganz überwältigt, es ist natürlich nicht pink.

Zu dem Buch wurde als es neu erschien einiges geschrieben, manche waren ziemlich erbost, daß die Schnitte so fehlerhaft konstruiert waren, auch sitzen die Modelle auf den Fotos an Gertie z.T. garnicht. Ich finde das schon auch schade, aber ich finde das Buch trotzdem sehr lohnend, fast unverzichtbar, wenn man auf Vintage-Look steht.
Von den enthaltenen Schnitten sind einige so toll, die findet man einfach nirgendwo sonst. Und wenn man solche als echte alte Schnitte entdecken würde wären sie nur in einer Größe und würden wahrscheinlich einzeln soviel kosten wie das ganze Buch. Die richtig coolen Vintage-Schnitte sind nämlich leider auch richtig teuer. Und Anleitungen hat man dann oft garkeine.
Soviel also dazu, klar hätte man sich einige Fehler durch sorgfältigeres Herausgeben sparen können, aber, sagen wir mal, das Buch ist halt leider nix für Anfänger. Ich möchte jedenfalls unbedingt demnächst mal die Kostümjacke nähen. Bei der war doch der Beleg zu schmal, gell?


Ich bin jetzt sehr glücklich mit dem Kleid, es ist sehr bequem und schick, der Stoff trägt sich wunderbar. Bei dem schönen Sonnenschein haben wir gestern nachmittag eine kleine Inspektionstour um das Gartenschaugelände gemacht. In meinem kleinen Provinzstädtchen wird nächsten Monat die Rheinland-Pfälzische Gartenschau eröffnet werden, dafür wurde ein ehemaliges französisches Kasernengebiet umgebaut. Mittlerweile darf man (natürlich) nicht mehr aufs Gelände, aber ein Radweg führt drumherum, da kann man schon einiges sehen. Z.B. den Aussichtsturm (das schiefe Ding rechts) und die Gartenschau-Kirche (guckt hier noch links ins Bild) und im Hintergrund Schrebergärten mit schwedisch anmutenden Holzhäuschen. Ich bin wirklich gespannt, noch sieht vieles recht kahl aus, aber der Frühling macht sich dort bestimmt auch bald breit!


Meine Güte ist der schief. Noch der Drehtest zuhause im Garten und dann ihr:




16.3.15

7 Monate Konstantin

Mit sieben Monaten

-hat man endlich das mit dem Schnuller kapiert
-spielt man am liebsten mit einer großen Seite Zeitung
-oder mit der Kuschelfleecedecke
-wollen die Füsse das greifen, was die Händchen schon haben
-Apropos Füsse, man kann seine Socken selbst ausziehen, was für eine Hilfe!
-aber mit nackten Füssen geht alles abtasten und wegdrücken besser
-dreht man sich nur zufällig um
-hat man in Bauchlage das Gefühl, es müsste da eine Möglichkeit geben, vorwärts zu kommen, bloss wie?
-trägt man ungefähr Größe 74
-passt man kaum noch in den Babyaufsatz des Kinderwagens
-isst man schon ganz gerne Brei
- muss aber danach dringend gucken, ob noch Milch da ist
-Wasser aus der Flasche ist auch interessant, es läuft aus dem Mund wieder raus.
-beim Abendessen wird das probiert, was die Großen essen, dumm daß man noch keine Zähne hat
-findet man den Garten ziemlich spannend anzuschauen und anzuhören
-hört man der Mama gerne beim Singen zu
-im Notfall auch der Spieluhr


Ich stille wirklich gerne. Man kann sich das ganz gemütlich einrichten finde ich, ein nettes Heissgetränk, was zu lesen (ich nehme da auch Handy oder Ipad, ich gebe es zu), gemütlich auf dem Sofa oder im Bett, hach, schön! Manchmal muss man alles stehen und liegen lassen, weil es für Sohnemann grad soooo dringend ist, aber das hat auch sein Gutes. Endlich mal ein Päuschen machen und wieder zur Ruhe kommen, das hab ich grade die letzten Tage oft gedacht. So ein Geniesserbaby braucht zwar ganz schön lange zum Trinken, aber er ist ja nur dieses eine Jahr so klein. Ich weiss noch genau, daß ich bei beiden großen Jungs nach einem Jahr deutlich aufgeatmet habe und endlich wieder etwas mehr Zeit für mich (für den Haushalt? Och nee) hatte. Und so lang ist das ja nun wirklich nicht. Vielleicht bin ich als ältere Mutter da auch entspannter als ich es selber vor Jahren bei den Großen war. Dieses "schnell wieder rein kommen" (in was auch immer) empfinde ich dieses Mal garnicht mehr so dringend. Das Kind ist da und alles andere kann warten. Lieber einmal mehr geniessen, die Zeit mit dem süssen Baby kommt nicht zurück.
Ich hab es zweimal geschafft, wieder zurück in den Beruf zu kommen, das wird dieses Mal auch klappen. Und auch die sonstigen Beziehungen, Freundschaften und Unternehmungen, wenn sie jetzt ein bisschen auf der Strecke bleiben, es kommen wieder andere Zeiten. Und wie beim Ersten damals nehme ich Konstantin auch gerne mit, wenn ich irgendwohin möchte oder muss, Chorproben, Besuche so wie neulich in Karlsruhe als Lotti da war, das geht auch gut mit Kind.
Ich bin froh, daß es bei Konstantin gut mit dem Stillen klappt, beim Ältesten war das auch so. Aber der Mittlere, ein großes, gefrässiges Kind hat, als er 5 Monate alt war gefunden, er hätte jetzt lieber die Flasche, und damit war die Sache erledigt, komplett. Wahrscheinlich hatte ich auch im Stress mit dem zweiten Kleinkind einfach nicht genug Milch.
Ein bisschen war ich deswegen aber in Sorge wie es denn diesmal klappen würde. Zum Glück ist alles entspannt, das Kind wird satt und liebt es an der Brust zu sein. Das mit der Beikost machen wir wie es kommt, er isst es gerne, Haferbrei, Obstbrei, Karotten mit irgendwas, aber nur soviel wie er grade möchte.

Apropos Beikost, da hat sich in den letzten 7 Jahren ja einiges geändert. Ich hatte nochmal einen netten Termin mit meiner Hebamme zu dem Thema, in dem ich selbstverständlich von meinen Eiswürfelmenüs erzählte. Für Leo und Julius hatte ich immer Einzelsorten Gemüse gekocht und als Eiswürfel eingefroren. Daraus konnte man sich dann ganz praktisch eine passende Mischung zusammenstellen, schnell aufgetaut war es auch noch. Tja, das macht man nicht mehr, wegen des PCB im Kunststoff der Eiswürfelbehälter. Aha. Also Glasgefässe nehmen, Ok....großes Fragezeichen!? Da fielen mir die fiesen kleinen Kuchen von GÜ wieder ein, kennt ihr die?
Das sind so à la american Cheesecake gefüllte Gläschen (ja, richtig, Gläschen!) aus dem Kühlregal im Supermarkt, super lecker und sehr gehaltvoll aka direkt auf die Hüfte zu schmieren. Ein paar Gläschen hatte ich schon gesammelt, die haben eine gute Nachtischgröße fand ich immer schon, zweidrei Päckchen mussten dann noch vertilgt werden, großes Opfer und so, ihr versteht.
Nun werden die Breis also in den GÜ-Gläsern eingefroren und kommen komplett auf den Tisch. Klappt prima. Zum Füttern hätte ich noch eine Empfehlung für die die es interessiert, von Dr. Boehm gibt es ganz weiche Löffel zum Füttern, die finde ich wirklich sehr praktisch. Gerade einem sehr freudigen, zappeligen Baby hat man leicht mal den Löffel an den Gaumen gestossen, das kann hier nicht passieren, der Löffel ist aus weichem Gummi und lässt sich richtig biegen, er ist ganz weich.
Ich habe die Löffel zufällig bei einem Babyshop entdeckt und finde sie super! Beim Auskratzen funktionieren sie dann noch wie ein Geizhals (dieses Ding vom Backzubehör), sie kommen dank der Biegsamkeit nämlich in jede Ecke vom Gläschen.
Ansonsten gibt es ja auch die Methode, die Kinder bei Tisch mitessen zu lassen, das was sie davon schon essen können. Von der Idee her finde ich das sehr gut, aber in der Praxis kann so ein Kind ohne Zähne einfach noch fast nichts essen. Beim Abendbrot bekommt er jetzt minikleine Stückchen Brot mit Butter oder ähnlichem. Aber mehr geht nicht, auch eine Nudel kriegt er nicht klein, da bleibt es beim Probieren. Dann doch lieber gekochter Brei, da hat er mehr davon.




3.3.15

Rückblick Januar / Februar 2015


Schon wieder zwei Monate um, wie schnell die Zeit vergeht. Langweiliger Spruch, aber ich habe genau ein Jahr Elternzeit genommen und fürchte schon, daß das schneller rum ist als mir lieb ist. Oder bevor ich alle Sachen geschafft habe, die ich mir vorgenommen hatte, uaah! Einiges ist wirklich noch zu tun, mir graut jedenfalls ein bisschen vor dem Dachbodenausbau.
Zurück zum Jahresanfang, Anfang Januar waren wir ein paar Tage in München bei Freunden. Zu fünft bei einer jungen Familie einfallen fällt mir garnicht so leicht, dafür hat es aber ganz gut geklappt. Ich habe eine latente permanente Großstadtsehnsucht, die ich in solchen Tagen durch schlichte Spaziergänge durch die Stadt zu stillen versuche. Aber in Münchens Wohnsituation möchte ich mich umgekehrt nicht so dringend reindenken, an Haus mit Garten habe ich mich schon zu sehr gewöhnt.
Jedenfalls bin ich am zweiten Abend nach einem Tag Deutschen Museum mit dem Kinderwagen noch zum Rathaus gelaufen. Am nächsten Tag haben sie den Weihnachtsbaum dann abmontiert.



Als Mitbringsel für die Münchner gab es eine Wickeltasche. Ich finde sie sehr niedlich, der Zoo-Stoff (A. Henry), hier in Mini, ist einer meiner liebsten.



Beim deutschen Museum ist ein toller Shop, dort gab es J.S.Bach-Plätzchenausstecher. Ausserdem waren wir in dem sehr beeindruckenden Gewürzladen von Herrn Schuhbeck, dort fanden es die Kinder auch sehr spannend, hunderte (?) Gewürze und Mischungen zum Selbstabfüllen in offenen Kisten, wirklich toll!
 Zu Hause habe dann gleich das Plätzchengewürz mit den neuen Ausstechen ausprobiert. Was man nicht sieht, die Plätzchen werden riesig...


Noch eine adventliche Beschäftigung, Sterne falten. Ich habe mir ein neues Buch von Frederique Gueret gegönnt, Funkelnde Fenstersterne, und falte jetzt aus Seidenpapier. Das ist zwar empfindlicher als Transparentpapier, ergibt aber zartere Gebilde bzw. lässt sich im Kleinen z.T. besser falten. Die Sterne von Frau Gieret sind wahnsinnig schön und ziemlich anspruchsvoll, mir macht das großen Spaß!
Ich konnte meine Weihnachts-Sterne bisher noch nicht abhängen, vielleicht falte ich ein paar Frühlingshafte und hänge sie als Osterdekoration auf.



Apropos Sterne, bei meinen Quiltmusterrecherchen stiess ich über den Stern "Swoon", der mir sehr gefällt. Ich hatte keine Lust das Quiltmuster zu kaufen und habe es mir selbst ausgerechnet, mit Hilfe einer Quiltpattern-App (Ja, sowas gibts ;-)) namens "Block Tool"
Wenn man ein paar Details am Block "Dutch Rose" verändert hat man es schon. Zum Ausprobieren habe ich einer Freundin ein Kissen zum Geburtstag genäht. Evt. hätte ich die Kontraste etwas geschickter wählen können, aber sonst ist es sehr schön geworden.



Ein bisschen geflucht habe ich beim Zusammensetzen, ich hatte mir keine Gedanken über die Reihenfolge gemacht und kam dann etwas durcheinander. Den nächsten Block muss ich besser planen, eine Naht in den "E" bezeichneten Quadraten könnte ich mir auch sparen, ach, aus Erfahrung wird man klug!


Für Konstantin habe ich auch einiges genäht, da schreibe ich aber noch einen Extra-Post. Es gab eine Ras-Hose aus dem Nicky-Stoff von Stoff und Stil, ein Shirt aus Streifenjersey. Ausserdem einen Wickelbody aus dem Wolkenstoff. Den Schnitt habe ich zum Wickel-Schnitt umgeändert, das wollte ich Euch genauer zeigen.




Im Februar habe ich angefangen auszumisten, zuerst im Kinderzimmer. Dort haben wir umgestellt, das Stockbett haben wir auseinandergenommen und jedem der großen Söhne einen Zimmerbereich eingeteilt. Es wird jetzt wirklich Zeit daß sie eigene Zimmer bekommen, im Sommer soll es soweit sein. Bis dahin hat jetzt jeder eine Zimmerhälfte mit Regal, Schrank oder Kommode, Bett, Nachtisch und Schreibtisch (den nutzen beide noch nicht). Zum Glück ist das Kinderzimmer so groß, daß es immer noch schön ist. Es gibt dort an einer Wand zwei symmetrisch angeordnete Fenster zwischen die wir ein großes Expedit als Raumteiler stellen konnten. So hat jeder ein bisschen privaten Raum.
Die ausgemusterten Sachen haben wir z.T. bei Ebay vertickt, dadurch gab es jetzt, tadaa! Tablets für die beiden, an die sie durch uns geregelt dran dürfen. Ich hab mich schwer getan mit der Entscheidung, aber bisher durften sie zweitweise an unsre Geräte, jetzt haben sie ihre eigenen, das macht es eigentlich einfacher. Die Geräte sind mit einem Passwort gesichert, ich hätte mir so eine Art Timer-System gewünscht, aber das scheint es nicht wirklich funktionstüchtig zu geben. Ansonsten versuche ich zu schauen was sie da machen und schlage ihnen auch hin und wieder was vor, wenn ich im Netz was schönes finde. So funktioniert es eigentlich ganz gut.

Ausserdem habe ich den ersten Schwung Babyklamotten weggetan, puh, das fällt mir trotz des dritten Kinderglücks garnicht so leicht. Ein paar Sachen habe ich aufgehoben und werde sie bewahren.
Vielleicht ist ja nur dieser erste Schritt komisch, die kleinsten Sachen sind ein bisschen heilig, oder?
Und jetzt habe ich seit 10 Jahren ein paar eindeutige Mädchensachen für den Fall der Fälle, unbenutzt wiederverkauft. Wobei ich das fast am wenigsten schlimm fand.
Hach, er wird auch so schnell groß!

Bei meinen Schnittmustern habe ich auch Großputz gemacht, die Aussortierten wandern demnächst in den Flohmarktblog. Wenn das Einstellen nicht immer so zeitaufwändig wäre, fotografiert habe ich schon alles.



Das Aussortieren hält mich natürlich nicht vom neu kaufen ab, die neue La Maison Victor habe ich stolz im Lädchen vor Ort erstanden und zu Hause genau studiert. Ich finde das Heft sehr ansprechend und eine wirkliche Bereicherung für den Markt. Natürlich ist vieles sehr schnell und einfach zu machen, aber es sind schon ein paar nette Sachen drin, z.B. eine kurze taillierte Jacke mit Reissverschluss, die mir gut gefällt. Auch die Kindersachen sind ganz schön, Julius wollte sofort die Kunstfelljacke haben. Zwischenzeitlich lass man manchmal, daß die Schnitte schlecht konstruiert sind, ich bin auf eigene Erfahrungen gespannt.



Seit ich am 12. Februar das erste Mal im Garten gewurschtelt habe, versuche ich täglich ein Stündchen zu opfern, es macht auch wirklich Spaß (und ist so nötig). Jetzt ist es ja abends etwas länger hell, die ersten Tage hat mir die Dunkelheit dann irgendwann einen Schlussstrich gesetzt. Im hintersten Gartenteil möchte ich gerne Beete anlegen, dort sollen zwischen Kirsch- und Apfelbaum ein paar Beerensträucher wachsen. Bis vor ein paar Jahren wuchsen dort viele, viele wild gewachsene Haselnussbäume, die sehr viel Schatten machten und ausserdem ist mein Mann total allergisch gegen Hasel. Vor zwei Jahren haben wir so gut es ging alles entfernt. Jetzt muss endlich mal Ordnung in diesen Bereich, seit letzten Jahr wuchert dort eine Brombeere, Efeu fühlt sich auch ganz doll wohl und der Boden scheint sehr fruchtbar zu sein, hüfthohe Unkräuter (mit interessanten, magentafarbenen Wurzeln wie ich jetzt bei Rausmachen gesehen habe) gedeihen dort im Sommer ganz prächtig. Da der Boden dort ansteigt wollte ich auch versuchen einzwei Stufen mit Steinen anzulegen, sowas habe ich noch nie gemacht, fühlt sich aber als Idee gut an. Steine, ein ganz neues Material.


Genäht habe ich einiges, u. a. ist dieser Quilt fast fertig, fehlt nur noch die das Handnähen beim Binding, er liegt schon nicht mehr im Nähzimmer. 

Ein anderes Projekt habe ich auch endlich in Angriff genommen, die Familienfotoalben. Es gab in unserem Haushalt nur ein Album von Leopold als Baby, alles weitere an Fotos lag noch in irgendwelchen Ordnern auf Rechnern versteckt. Ein großer Stapel ausgedruckter Fotos lag schon seit Jahren zusammen mit dem passenden Album in einer meiner Schubladen, peinlich, peinlich...Und der zweite saß immer mit dem Babyalbum seines großen Bruders auf dem Sofa, wie muss der sich vorkommen, dachte ich mir. Jetzt wird es also bald neue, weitere Alben geben. Ich bestelle die folgenden allerdings als Fotobuch. Einkleben ist zwar auch ganz nett, aber ich stelle mir ein fertiges Buch schon schön vor, und man kann einfach ein neues bestellen, wenn das Alte durchgefingert ist.

Es gibt echt viel und vielfältiges zu tun, ganz mein Ding, und ich habe großen Spaß daran für alles mal etwas mehr Zeit zu haben als sonst. 
Trotzdem werde ich langsam etwas ramdösig, oder mir fehlt die Musik gerade mehr als noch im Dezember, der traditionsgemäss voll davon ist. Januar/Februar ist musikalisch immer eine sehr ruhige Zeit, schön um sich aufs neue Jahr einzustellen, aber so ganz ohne Dienst ist es doch etwas trostlos. Zum Glück beginnt bald die Passionszeit, ich sollte mal bald mit Üben anfangen.
Und ich freue mich wirklich riesig auf den Frühling, der gerade mit Riesenschritten ankommt. Endlich wieder draussen sitzen, jeder Sonnenstrahl macht die Luft gleich so warm es ist herrlich!

Zum Abschluss des Februars beglückte uns die wunderbare Frau Lotti Katzkowski mit ihrem Besuch. Samstag Abend haben wir zu dritt zwei Folgen Sewing Bee zusammen geguckt, der Traum aller Nähnerds, gell? Hach war das schön!! Nähnerdflausch in real ist einfach das tollste, das entschädigte vielleicht auch ein bisschen für die entgangene AnNÄHerung dieses Jahr.

Sewing Bee, da war doch noch was: Von mir aus darf Neil gerne gewinnen, ich find den toll. Grundsätzlich finde ich zwar die Männer leicht überrepräsentiert in dieser Staffel, ähem, aber gut, ist ja schliesslich Fernsehen. Und Ryan hätte ich gerne noch länger gesehen, schade! Angesehen von Neil habe ich keinen klaren Favoriten, vielleicht mag ich Deborah wegen ihres bunten Stils ganz gerne, hoffentlich bleibt sie uns bis zum Schluss erhalten.

22.2.15

Frühlingsjäckchen-Knit-Along: Erster Zwischenstand

Das letzte Treffen habe ich leider verpasst, ich reiche also als erst mal das Ergebnis der Musterüberlegungen nach:


Die Strickmuster die ich im ersten Post vorgestellt hatte gefallen mir eigentlich alle so gut, daß ich sie gerne stricken würde. Am liebsten hätte ich mich gleich an die Ringelstrickjacke gemacht, es kostete mich drei Tage Überlegungen, welche Wolle hierfür wohl am geeignetsten wäre. Ich hatte gerade meine Wollvorräte aussortiert und es war ein großer Korb voll mit Resten und älteren Knäueln ohne bestimmtes Ziel dabei rausgekommen. Wenigstens die Hälfte irgendwie daraus zu bekommen wäre nett gewesen, aber das klappt nicht ohne großes Zukaufen, was angesichts der in Jackenmenge gekauften Vorräte nicht wirklich sinnvoll ist. Erstmal wegstricken, dann neu kaufen.


Leider lässt sich die Wolle nicht fotografieren, es ist dunkler als auf dem dritten Bild, aber heller als auf dem ersten. Das in der Mitte ist viel zu blau.
Um auf die gewünschte Maschenprobe zu kommen, stricke ich mit 3,5er Nadeln. Dazu muss man wissen, daß ich normalerweise genau eine halbe Nadelstärke größer stricken muss als auf der Wolle angegeben, das wäre also bei Cotton Merino 4,5 statt 4. Jetzt mit den 3,5er-Nadeln wird das Gestrick schön dicht und glatt, das passt sehr gut zur Jacke. Und sieht ganz anders aus, als bei meiner ersten (unverbloggten) Jacke aus der gleichen Wolle.


Das Bündchen wird quer gestrickt, mit verkürzten Reihen um einen leichten Peplum-Effekt zu erreichen. Jetzt geht es glatt rechts weiter, sehr entspannend.

Wieweit alle anderen sind, kann man hier nachlesen.